Bernardo Silva hat offiziell sein Abenteuer bei Real Madrid begonnen. Der Portugiese bestand am Montag, dem 3. August 2026, den Medizincheck und absolvierte anschließend zwei Trainingseinheiten im Trainingszentrum Real Madrid City unter den wachsamen Augen des neuen Trainers José Mourinho.
Nach einem anstrengenden Tag gab der 31-jährige Mittelfeldspieler ausführliche Interviews für den Klubsender, und aus jedem Wort sprach Begeisterung. "Es ist etwas ganz Besonderes und ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Über diesen Klub muss man nicht reden, denn seine Geschichte spricht für sich selbst", sagte Silva gegenüber Real Madrid TV.
Mourinho gab den Ausschlag: Barcelona und Atlético blieben außen vor
Silva kam als Free Agent nach Madrid, nachdem sein Vertrag bei Manchester City ausgelaufen war. Obwohl sein Wunsch, in Spanien zu spielen, bekannt war, stand ein Transfer zu Real Madrid bis vor kurzem nicht zur Debatte. Die Wende brachte ausgerechnet Mourinho, der auf seiner Verpflichtung bestand.
Der portugiesische Mittelfeldspieler lehnte ein Angebot von Atlético Madrid ab, und auch Barcelona konnte ihn nicht locken. "Als Real Madrid auftauchte, war es unmöglich, Nein zu sagen, und ich habe nicht zweimal darüber nachgedacht", erklärte er. Er fügte hinzu, dass es ein Privileg sei, im besten Klub der Fußballgeschichte zu spielen.
Idole: Zidane, Rui Costa und Luka Modrić
Im Interview mit dem Klubsender verriet Silva auch seine fußballerischen Vorbilder, und auf der Liste stand auch ein ehemaliger Real-Spieler. "Ich habe viele. Zinedine Zidane ist zweifellos einer von ihnen. Außerdem Rui Costa, weil er für Benfica und Portugal gespielt hat, und Luka Modrić, der ein großes Vorbild und Beispiel auf und neben dem Platz war."
Über Zidane sagte er, dass er vielleicht zu den fünf besten Spielern in der Geschichte des Fußballs gehört und dass er ihn als junger Mann dabei beobachtet hat, wie er den Ball kontrollierte und auf einer ähnlichen Position spielte. Die spanische Marca hat Silva bereits mit Modrić verglichen und daran erinnert, dass ausgerechnet Mourinho den kroatischen Mittelfeldspieler von Tottenham zu Real Madrid geholt hat.
Vielseitigkeit und beeindruckende Statistiken
Silva beschrieb sich selbst als Spieler, der auf harte Arbeit setzt und versucht, diejenigen besser zu machen, die neben ihm spielen. "Ich bemühe mich immer, auf mehreren Positionen verfügbar zu sein, um der Mannschaft zu helfen. Ich kann mich an viele Positionen anpassen und werde für alles bereit sein, was Real Madrid braucht", sagte er.
Seine Statistiken aus der letzten Saison bei Manchester City bestätigen diese Vielseitigkeit und Ausdauer: Er bestritt 55 Spiele, darunter alle 38 in der Premier League (fast 3.000 Minuten), acht in der Champions League, vier im FA Cup und drei im Ligapokal. In Madrid wird er erneut auf Rodri treffen, seinen ehemaligen Teamkollegen von City.
Silva war bei City Kapitän und Lieblingsspieler von Pep Guardiola, und seine Ankunft bei Real Madrid stellt eine Abweichung von der üblichen Transferpolitik des Klubs dar, teils weil er ablösefrei kam, teils weil er seinen Wert auf dem Platz bewiesen hat.
Romero kurz vor Inter, nur noch Einigung mit dem Spieler ausstehend
Während Real Madrid die Ankunft von Silva feiert, bereitet sich Tottenham auf den Abschied von Cristian Romero vor. Laut Mundo Deportivo und La Gazzetta dello Sport hat Inter eine Einigung mit dem Londoner Klub über einen Transfer des argentinischen Verteidigers für rund 40 Millionen Euro erzielt.
Romero hat in diesem Sommer für Argentinien bei der Weltmeisterschaft 2026 gespielt. Inters Trainer Cristian Chivu möchte einen weiteren Top-Innenverteidiger, nachdem er kürzlich John Stones ablösefrei nach zehn Saisons bei Manchester City verpflichtet hat. Das einzige Hindernis bleibt die Einigung mit dem Spieler und seinen Beratern, mit denen die Verhandlungen über die Vertragsdetails laufen.