Marko Ajček, der ehemalige HDZ-Bürgermeister der Gemeinde Gradina, wird von USKOK wegen des Verdachts auf Korruption und Geldwäsche untersucht. Doch obwohl er bei den Kommunalwahlen 2021 seinen Posten als Bürgermeister verlor, blieb er nicht arbeitslos, sondern fand eine Anstellung bei der Kroatischen Rentenversicherungsanstalt (HZMO), wie die Anstalt gegenüber dem OG Portal bestätigte.
Seitens der HZMO wurde mitgeteilt, dass ihr bei der Einstellung nicht bekannt gewesen sei, dass gegen Ajček ein Strafverfahren läuft. "Uns war das Vorgehen nicht bekannt", erklärten sie kurz gegenüber dem OG Portal. Genau dieses Vorgehen der USKOK gegen Ajček läuft bereits seit einiger Zeit; die USKOK wirft ihm korruptive Handlungen und Geldwäsche während seiner Amtszeit als Bürgermeister der kleinen Gemeinde in der Nähe von Virovitica vor.
Problematische Amtszeit, geprägt von schlechten Bewertungen
Ajčeks Amtszeit als Bürgermeister war von schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten geprägt. Die Gemeinde Gradina fiel bei der Prüfung der Rechtmäßigkeit ihrer Geschäftsführung durch, und das Staatliche Revisionsamt erteilte ihr eine ungünstige Bewertung. Nach diesen Problemen enthoben ihn die Wähler 2021 seines Amtes, doch Ajček fand bald darauf einen neuen Arbeitsplatz in einer staatlichen Einrichtung. Quellen, die der Untersuchung nahestehen, geben keine Details über das Stadium der Ermittlungen gegen den ehemaligen Bürgermeister preis.
USKOK leitet auch Ermittlungen im Fall der Legalisierung in Kaštela ein
Während der Fall von Marko Ajček untersucht wird, hat die USKOK am Donnerstag auch eine Aktion gegen den ehemaligen Bürgermeister von Split, Željko Kerum, eingeleitet. Nach Angaben von N1 und Večernji list werden Kerum, sein Neffe Igor Sapunar und der frühere Stadtbeamte Andrija Polić verdächtigt, Gebäude in Kaštel Štafilić illegal legalisiert zu haben. Die USKOK vermutet, dass Polić als für die Legalisierung zuständiger Beamter Kerum begünstigt hat, indem er die Legalisierung von Bauwerken ermöglichte, die auf den Aufnahmen aus dem Jahr 2011 nicht vorhanden waren. Alle drei Festgenommenen bestreiten die Schuld, und die Staatsanwaltschaft hat angekündigt, für einen der Verdächtigen Untersuchungshaft zu beantragen.