Blatter unterstützt Klaveness als FIFA-Präsidentin
Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands wird als mögliche Gegenkandidatin zu Gianni Infantino bei den Wahlen im kommenden März genannt.
Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands wird als mögliche Gegenkandidatin zu Gianni Infantino bei den Wahlen im kommenden März genannt.
Gianni Infantino, amtierender FIFA-Präsident und bisher einziger Kandidat für diese Position, könnte bei den Wahlen im kommenden März eine ernsthafte Gegenkandidatin bekommen. Es handelt sich um Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbands (NFF), deren Kandidatur heute auf der Social-Media-Plattform X von niemand Geringerem als dem ehemaligen Chef des Weltfußballverbands, Sepp Blatter, unterstützt wurde.
Blatter, dessen Amtszeit 2015 infolge zahlreicher Korruptionsskandale unrühmlich endete, sparte nicht mit Lob für die norwegische Funktionärin. "Lise Klaveness verdient größten Respekt. Sie war die Einzige, die immer eine klare Haltung eingenommen hat und nicht den ausgetretenen Pfaden gefolgt ist. Und bei der FIFA ist es an der Zeit, dass eine Frau die Führung übernimmt", schrieb Blatter am 4. August 2026 auf seinem X-Profil.
Die Unterstützung des ehemaligen Präsidenten kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Infantino mit immer lauteren Rücktrittsforderungen konfrontiert ist. Zahlreiche nationale Verbände haben ihm die Unterstützung entzogen, und zu denen, die seinen Abgang fordern, zählt auch UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. Neben ihm fordern auch die Spitzen des CONCACAF und des Asiatischen Fußballverbands seinen Rücktritt.
Mehrere renommierte internationale Medien, darunter Sports Illustrated und Reuters, haben Klaveness bereits als potenzielle Kandidatin hervorgehoben, die Infantino bei den bevorstehenden Wahlen herausfordern könnte. Ihre potenzielle Kandidatur gewinnt durch Blatters öffentliche Unterstützung zusätzlich an Gewicht.
Lise Klaveness ist derzeit Präsidentin des norwegischen Fußballverbands und bekannt für ihre direkten und kompromisslosen Ansichten. Genau diese Eigenschaft hob auch Blatter hervor und betonte, dass sie sich nie dem Mainstream angepasst habe. Ihr Name im Rennen um das höchste Amt im Weltfußball signalisiert eine mögliche Kursänderung an der Spitze der FIFA.
Obwohl Infantino derzeit keinen offiziellen Gegenkandidaten hat, deuten der wachsende Druck und Blatters Unterstützung für Klaveness darauf hin, dass das Wahlrennen ungewisser werden könnte als ursprünglich erwartet. Es bleibt abzuwarten, ob sich die norwegische Funktionärin offiziell zur Wahl stellen wird.