Die ständige Dienststelle des Amtsgerichts in Rijeka, die in Opatija ansässig ist, hat ein Urteil erlassen, das Croatia osiguranje zu einer fast doppelt so hohen monatlichen Zahlung an Mladen Matejčić aus Matulji verpflichtet. Es handelt sich um eine Person, die bereits 1987 bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde. Wie Fiuman.hr berichtet, steigt der bisherige Betrag von 623,80 Euro durch die Gerichtsentscheidung auf 1.114 Euro für den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis einschließlich 31. Dezember 2025, während ab dem 1. Januar 2026 die monatliche Rente 1.501 Euro beträgt.
Zusätzlich zur erhöhten Rente muss die Versicherungsgesellschaft auch alle rückständigen Differenzen, erhöht um gesetzliche Verzugszinsen, begleichen. Die Hauptforderung ohne Zinsen übersteigt 20.800 Euro. Das Gericht hat außerdem bestimmt, dass Croatia osiguranje die Prozesskosten in Höhe von 5.393,77 Euro trägt.
Zehn Operationen und 95 Prozent Invalidität
Zu der schweren Verletzung kam es am 26. Mai 1987, als Matejčić als 14-Jähriger Beifahrer auf einem Moped war. Die erlittenen Verletzungen an Kopf, Becken, Unterschenkel und Fuß waren so schwerwiegend, dass bereits Anfang der neunziger Jahre eine dauerhafte Minderung der Lebensaktivität von 95 Prozent festgestellt wurde, woraufhin er Anspruch auf eine Rente wegen entgangenen Verdienstes erhielt. In den vergangenen Jahrzehnten wurde er insgesamt zehn chirurgischen Eingriffen unterzogen, und er hat immer noch eine offene, nicht heilende Wunde an der Ferse.
Die letzte Anpassung des Rentenbetrags erfolgte 2008, als sie auf 4.700 Kuna, also 623,80 Euro monatlich, festgesetzt wurde. In seinem neuen Gerichtsantrag machte Matejčić geltend, dass dieser Betrag die tatsächlichen Umstände nicht mehr widerspiegele, da die Durchschnittsgehälter in der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar, die in allen früheren Verfahren als Berechnungsgrundlage dienten, inzwischen erheblich gestiegen seien.
Gutachter: Völlig unfähig für jede Arbeit
Croatia osiguranje stellte während des Verfahrens weder die Tatsache der schweren Verletzung noch den Anspruch auf Rente in Frage, bestand jedoch auf der Durchführung eines neuen medizinischen Gutachtens. Sie argumentierten, dass aufgrund der fast vier Jahrzehnte seit dem Unfall eine erneute Bewertung des Gesundheitszustands des Klägers und seiner eventuellen verbleibenden Arbeitsfähigkeit erforderlich sei.
Das Gericht gab diesem Antrag statt, und der Gutachter für Arbeitsmedizin, Prof. Dr. Hrvoje Lalić, kam nach der Untersuchung und einer detaillierten Einsicht in die gesamte medizinische Dokumentation zu dem Schluss, dass Matejčić nicht in der Lage ist, irgendeine Arbeit zu verrichten. Die Beindeformationen verursachen ihm erschwertes Gehen und ständige Schmerzen, und er kann weder längere Zeit stehen noch sitzen. Der Gutachter bewertete, dass er vollständig von den Rentenzahlungen abhängig ist.
Lohnanstieg in der Gespanschaft gab den Ausschlag
Das Gericht stellte fest, dass sich die Umstände seit der letzten Rentenerhöhung 2008 wesentlich geändert haben. Als entscheidender Grund für die neue Entscheidung wurde der Anstieg der durchschnittlichen Nettogehälter in der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar angeführt. Diese stiegen von etwa 624 Euro, was der bisherigen Rente entsprach, auf über 1.500 Euro im letzten Quartal 2025.
Auf diese Weise wurde der monatliche Betrag, den Matejčić erhält, um 877,20 Euro im Vergleich zur bisherigen Rente erhöht. Mit dem Urteil wurde Croatia osiguranje verpflichtet, auch alle rückständigen Differenzen ab Juli 2023 zusammen mit den gesetzlichen Verzugszinsen zu zahlen.