Vladimir Petković (62) ist nicht mehr Trainer der algerischen Fußballnationalmannschaft. Der algerische Fußballverband gab am 3. August 2026 bekannt, dass eine einvernehmliche Vertragsauflösung erreicht wurde, zwei Jahre vor Ablauf des Vertrags. Dieser Schritt hat Spekulationen über seinen nächsten Job Tür und Tor geöffnet, wobei die Nationalmannschaft Saudi-Arabiens in den Vordergrund rückt, dieselbe, mit der zuletzt auch der ehemalige kroatische Nationaltrainer Zlatko Dalić in Verbindung gebracht wurde.
Einvernehmliche Trennung nach Enttäuschung bei der Weltmeisterschaft
Der Verband bestätigte in einer Erklärung die Auflösung "mit sofortiger Wirkung" und dankte Petković "aufrichtig für seine Professionalität, sein Engagement und seine Hingabe während 29 Monaten an der Spitze der Nationalmannschaft". Petković führte die "Wüstenfüchse" in 33 Spielen an, mit 23 Siegen, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen. Obwohl die Bilanz solide war, waren die Ergebnisse bei großen Turnieren entscheidend. Algerien schied im Viertelfinale des Afrika-Cups gegen Nigeria aus, und der Auftritt bei der Weltmeisterschaft endete bereits im Achtelfinale mit einer Niederlage gegen die Schweiz (2:0).
Der Weg ins Achtelfinale war steinig. Algerien eröffnete das Turnier mit einer Niederlage gegen Argentinien (3:0), besiegte dann Jordanien (2:1) und spielte im letzten Gruppenspiel 3:3 gegen Österreich. Dieses Unentschieden war umstritten, da es beide Teams in die nächste Runde brachte, aber die Eliminierung durch die Schweiz bedeutete das Aus und, wie Sportske novosti berichten, beschleunigte die Entscheidung zur Trennung. Petković und sein Trainerteam erhalten eine Abfindung in Höhe von drei Monatsgehältern, und die Algerier planen, innerhalb von zwei Wochen einen neuen Trainer zu ernennen.
Rennen um Saudi-Arabien: Petković gegen Dalić?
Während sich Algerien auf die Suche nach einem Nachfolger begibt, könnte Petkovićs Zukunft im Nahen Osten liegen. Laut Informationen von Sportske novosti befindet er sich angeblich bereits in Verhandlungen über die Übernahme der Nationalmannschaft Saudi-Arabiens. Goal.com hingegen zeichnet ein vorsichtigeres Bild: Der saudische Verband sei einer Einigung nahe, aber es gibt noch keine offizielle Bestätigung. Der algerische Kommentator Hafid Derradji veröffentlichte auf Facebook, dass die Saudis die Situation genau beobachten und darauf warten, dass die ersten Kontakte in offizielle Verhandlungen übergehen.
Zusätzliche Unsicherheit bringt die Tatsache, dass Saudi-Arabien derzeit einen Trainer hat, den Griechen Georgios Donis. Goal.com berichtet, dass die Saudis ihn nicht entlassen wollen, sondern ihm im kommenden Golfpokal und Asien-Cup eine volle Chance geben möchten. Das wirft die Frage auf, wie realistisch es ist, dass Petković sofort auf der Bank Platz nimmt.
Die ganze Geschichte hat auch eine starke kroatische Note. Wie Sportske novosti vor einigen Tagen enthüllten, wurde dieselbe Position angeblich auch Zlatko Dalić, dem ehemaligen Trainer der Vatreni, angeboten. Dalić, der bestätigt hat, dass er seine Karriere in Asien fortsetzen wird, hat auch Angebote aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Südkorea. Wenn Petković tatsächlich Saudi-Arabien übernimmt, würde das für Dalić die Tür zu einem der lukrativsten Jobs im internationalen Fußball schließen.