Dinamo deklassierte am Dienstag, dem 4. August 2026, im Maksimir-Stadion den litauischen Meister Kauno Žalgiris mit 5:0 im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League und sicherte sich damit praktisch schon nach dem ersten Spiel den Einzug in die Play-offs, wo der norwegische Klub Viking wartet. Den überzeugenden Sieg analysierte für Sportklub der legendäre Stjepan Deverić, ehemaliger Stürmer und Trainer der Blauen, der besonders die taktische Umstellung von Trainer Mario Kovačević hervorhob.
Fünf Torschützen als Beweis für die Breite des Kaders
Die Tore für die Gäste aus Litauen erzielten Miha Zajc, Scott McKenna, Mateo Lisica, Luka Stojković und Lukas Kačavenda. Genau diese Vielfalt an Torschützen sieht Deverić als größte Qualität der neuen Dinamo-Mannschaft. "In der Schlussphase der Angriffe sind jetzt viel mehr Spieler beteiligt, und genau diese Vielfalt an Torschützen ist eine große Qualität dieser Mannschaft", betonte Deverić gegenüber Sportklub und fügte hinzu, dass auch Beljo ein hervorragendes Spiel gemacht habe, obwohl er sich diesmal nicht in die Torschützenliste eintragen konnte.
"Das war eine hervorragende Vorstellung von Dinamo. Sie haben Žalgiris völlig dominiert und ihnen nicht den geringsten Raum zum Spielen gelassen. Es war ein erstklassiges Spiel, das, wie ich glaube, allen den Abend versüßt hat", sagte der legendäre "Turopoljski top", wie ihn der unvergessene Radiokommentator Ivan Tomić gerne nannte.
Stojković drängt sich als Schlüsselspieler auf
Besonderes Lob zollte Deverić Luka Stojković, der neben seinem Tor auch eine Vorlage beisteuerte. "Luka hat gezeigt, dass er sich als einer der Hauptspieler dieser Mannschaft aufdrängt. Unabhängig davon spürt jede Mannschaft, wenn ihr solche Qualität fehlt. Das kann einfach nicht dasselbe sein", sagte Deverić und fügte hinzu: "Ich denke, Luka drängt sich mit seinen Leistungen auf und spielt sehr gut. Gott sei Dank, er soll einfach so weitermachen."
Keine Nachlässigkeit im Rückspiel
Auch wenn der Vorsprung groß ist, ist Deverić überzeugt, dass die Mannschaft das Rückspiel ernst nehmen wird. "Ich denke, wir haben eine gute Mannschaft und die Spieler sind echte Profis. Sie brauchen keine besondere Motivation, denn sie wissen genau, wie hoch der Einsatz ist, unabhängig vom Ergebnis des ersten Spiels", so seine Botschaft.
Der nächste Gegner, der norwegische Meister Viking, ist für Deverić kein Unbekannter: "Wir wissen, dass er aus Norwegen kommt und dass die norwegische Liga sehr stark ist, und sie sind Meister dieser Liga. Sicherlich ist es ein ernstzunehmender Gegner, und es wird keineswegs einfach. Allerdings spielt Dinamo gut, hat eine positive Atmosphäre und ist hervorragend in die Meisterschaft gestartet. Aus all diesen Gründen ist berechtigter Optimismus angebracht."
Kovačević ist mit der Mannschaft gereift
Deverić kommentierte auch die Arbeit von Trainer Mario Kovačević, der im letzten Sommer den Klub übernahm und sofort unter enormem Druck stand. "Ich denke, er hat einen guten Job gemacht, denn er hat von Tag eins an geduldig eine Mannschaft aufgebaut, und die Saison endete damit, dass Dinamo den Meistertitel mit 18 Punkten Vorsprung gewann und dazu noch den Pokal holte, indem es Rijeka mit 2:0 besiegte", sagte Deverić gegenüber Sportklub.
"Dinamo ist praktisch eine völlig neue Mannschaft, die Zeit brauchte, um sich zu formen, aber auch, damit sich Spieler und Trainer gegenseitig kennenlernen und aneinander anpassen konnten. Ich denke, das hat sich gut synchronisiert, und jetzt funktioniert alles so, wie es soll", schloss Deverić und fügte hinzu, dass man bei der Mannschaft jetzt deutlich die Reife sehe.
Publikum als zwölfter Mann und der Traum von der Champions League
Deverić äußerte sich auch zur Atmosphäre auf den Rängen des Maksimir-Stadions, das bald abgerissen wird. "Das Publikum ist wirklich zum zwölften Mann von Dinamo geworden. Es feuert die Mannschaft an, egal ob sie gut oder etwas schwächer spielt, was man besonders gegen Thun gesehen hat. Solch positives Anfeuern begeistert mich!", sagte er.
Der Einzug in die Champions League wäre laut Deverić die Krönung des Ganzen: "Unabhängig davon, dass auch die Europa League starke Gegner bietet, ist die Champions League eben die Champions League, und das wäre sicherlich das i-Tüpfelchen, besonders weil ständig über das neue Stadion und alles, was kommt, gesprochen wird. Der Einzug in die Champions League würde dem gesamten Projekt eine besondere Note verleihen."
Den fröhlichen Abend im Maksimir feierte der Klub auch in den sozialen Medien. "Der Norden singt der Stadt die schönste Ballade", postete der offizielle Account von GNK Dinamo auf Twitter am 4. August, begleitet von einem Foto der tanzenden Tribünen, und etwas später ein nächtliches Foto des Stadions mit der Botschaft: "Für alle, die ohne das traditionelle Nachtfoto nicht einschlafen können."