HR EN DE
NEWS SPORT BIZNIS SCENA LIFESTYLE TECH

Lebenslange Haft für Afghanen in München

Das Gericht stellte bei dem 25-Jährigen die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren erheblich erschwert.

Foto: Wikipedia (München)
Kurz gesagt
  • Das Gericht in München verurteilte den 25-jährigen Farhad N. zu lebenslanger Haft.
  • Die besondere Schwere der Schuld wurde für den vorsätzlichen Autoatentat auf Demonstranten festgestellt.
  • Bei dem Anschlag kamen ein zweijähriges Mädchen und ihre Mutter ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
  • Das Motiv war laut Gericht islamistischer Extremismus und der Wunsch, zufällige Menschen anzugreifen.

Das Oberlandesgericht München hat am Donnerstag den 25-jährigen Afghanen Farhad N. wegen des tödlichen Autoatentats auf einen Demonstrationszug der Gewerkschaft ver.di zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Senat stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung nach 15 Jahren Haft erheblich erschwert, wie die Tagesschau berichtet.

Absichtlich in die Demonstrantensäule gefahren

Nach Überzeugung des Gerichts ist Farhad N. im vergangenen Jahr absichtlich mit seinem Auto in das Ende des Demonstrationszuges gefahren. Der Vorsitzende Richter Michael Höhne beschrieb den Tatort als "ein einziges Trümmerfeld" von zwölf Metern Breite und 23 Metern Länge. Bei dem Anschlag kamen ein zweijähriges Mädchen und ihre Mutter ums Leben, Dutzende Menschen wurden verletzt.

Urteil wegen zweifachen Mordes und Dutzender Versuche

Farhad N. wurde des zweifachen Mordes, des 23-fachen versuchten Mordes sowie der Körperverletzung in 22 Fällen für schuldig befunden, wobei 19 Fälle als schwere Körperverletzung qualifiziert wurden. Das Gericht folgte vollständig dem Antrag der Bundesanwaltschaft auf die Höchststrafe, während die Verteidigung eine 15-jährige Haftstrafe und die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung gefordert hatte.

Motiv: "Gott wohlgefällige Tat"

Bei der Urteilsbegründung betonte Richter Höhne, dass der Angeklagte, der aus Afghanistan stammt, als Reaktion auf die Lage in islamischen Ländern gehandelt und zufällig ausgewählte Menschen in Deutschland angreifen und töten wollte. "Damit wollte der Angeklagte eine Gott wohlgefällige Tat begehen und sich vor Allah, sich selbst und seiner Familie als guter Muslim beweisen", zitiert die Tagesschau die Worte von Richter Höhne.

Ein Fall, der Deutschland erschütterte

Der Anschlag ereignete sich im vergangenen Jahr während einer Gewerkschaftsversammlung in München und löste in ganz Deutschland starke Reaktionen aus. Obwohl der Fall keinen direkten Bezug zu Kroatien hat, regen solche Ereignisse regelmäßig Debatten über Sicherheit und Integration in der gesamten Europäischen Union an, auch in Kroatien.

Häufige Fragen
Zu welcher Strafe wurde Farhad N. verurteilt? +
Er wurde zu lebenslanger Haft mit festgestellter besonderer Schwere der Schuld verurteilt, was eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren erschwert.
Wie viele Menschen wurden bei dem Anschlag getötet? +
Zwei Personen kamen ums Leben, ein zweijähriges Mädchen und ihre Mutter, Dutzende wurden verletzt. Das Gericht verurteilte ihn wegen 23-fachen versuchten Mordes und 22-facher Körperverletzung.
Was war das Motiv für den Anschlag? +
Nach den Worten des Richters wollte der Angeklagte zufällige Menschen in Deutschland angreifen, als Reaktion auf die Lage in islamischen Ländern, und damit eine 'Gott wohlgefällige Tat' begehen.
Wo ereignete sich der Anschlag? +
Der Anschlag ereignete sich im vergangenen Jahr in München während einer Demonstration, die von der Gewerkschaft ver.di organisiert wurde.

Anmelden

Zum Kommentieren müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Traži
Popularno
Nedavno pretraživano
helsinški sporazum
liga prvaka
digitalni mediji
Anmelden
Startseite
Prati nas na Googleu
Kategorien