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Dramatik in Ceuta: Zahl der getöteten Migranten steigt auf 88, Tausende verweigern Rückkehr nach Marokko

Die spanische Enklave an der afrikanischen Küste bleibt Schauplatz einer schweren Migrantenkrise. Während die Behörden Leichen aus dem Meer bergen, zeigen Berichte aus der Region ein chaotisches Bild und widersprüchliche Angaben über die Zahl der Menschen, die in der Stadt geblieben sind.

Foto: Barbara-Iandolo na Pixabay
Kurz gesagt
  • Die Zahl der getöteten Migranten in der spanischen Enklave Ceuta ist auf 88 gestiegen, die meisten ertranken.
  • Es gibt widersprüchliche Angaben: Die spanische Regierung sagt, die meisten Migranten seien nach Marokko zurückgekehrt, während lokale Beamte und Medien behaupten, Tausende verweigerten weiterhin die Rückkehr.
  • Migranten rufen 'Allahu Akbar' in den Straßen von Ceuta, und es wurden auch Versuche registriert, die Straße von Gibraltar in Richtung europäisches Festland zu überqueren.
  • Das Leichenschauhaus in Ceuta ist überlastet, und laut El País sind noch nicht alle Leichen gefunden worden.

Die Regierung der spanischen autonomen Enklave Ceuta, die an der Nordküste Afrikas liegt, hat bekannt gegeben, dass die Zahl der Todesopfer bei der großen Migrantenwelle auf 88 gestiegen ist, wie die Nachrichtenagentur EFE berichtet. Die meisten Opfer ertranken beim Versuch, an die Küste dieses spanischen Territoriums zu schwimmen.

Nach Berichten sind letzte Woche Zehntausende Migranten in die Hafenstadt an der Grenze zu Marokko eingedrungen. Während die spanische Regierung behauptet, dass die meisten von ihnen nach Marokko zurückgekehrt sind, zeigt das Bild vor Ort laut der deutschen Bild-Zeitung eine andere Realität. Aufnahmen zeigen Hunderte von Migranten, die durch die Straßen von Ceuta ziehen und "Allahu Akbar" rufen.

Widersprüchliche Angaben zur Zahl der Migranten

Der Präsident der Regionalregierung von Ceuta, Juan Jesús Vivas, erklärte, dass man noch nicht von einer Rückkehr zur Normalität sprechen könne und dass sich weiterhin "Tausende" Migranten in der Enklave befänden. Seine Aussagen werden auch von Mitarbeitern des städtischen Aufnahmezentrums bestätigt, die der Agentur Reuters sagten, dass Tausende Migranten die Rückkehr nach Marokko verweigert hätten.

Diese Angaben stehen in direktem Widerspruch zur offiziellen Haltung der spanischen Regierung. Nach Informationen des staatlichen Fernsehens RTVE stammen die meisten Migranten aus Regionen West- und Ostafrikas, während die Bild-Zeitung konkret Herkunftsländer wie Somalia, Sudan und Nigeria nennt.

Versuche, auf das europäische Festland zu gelangen

Zusätzliche Besorgnis erregt die Tatsache, dass einige Migranten nicht von ihrem Vorhaben ablassen, auf das europäische Festland zu gelangen. Der kanadische Sender CBC News berichtete über eine größere Zahl von Abfangaktionen von Migranten im Bereich der Straße von Gibraltar, während einige von ihnen, so die gleichen Angaben, bereits europäischen Boden betreten haben.

In der Zwischenzeit geht in Ceuta die mühsame Suche nach Leichen weiter. Die spanische Zeitung El País schreibt, dass noch nicht alle Leichen gefunden wurden, und das örtliche Leichenschauhaus ist bereits überlastet aufgrund der hohen Zahl an Opfern. Die humanitäre Krise in dieser spanischen Enklave lässt nicht nach, und die Aussichten auf eine schnelle Beruhigung der Lage bleiben ungewiss.

Häufige Fragen
Wo liegt Ceuta und warum ist es wichtig? +
Ceuta ist eine spanische autonome Enklave an der Nordküste Afrikas, an der Grenze zu Marokko. Aufgrund seiner Lage ist es oft ein Ziel für Migranten, die aus Afrika versuchen, in das Gebiet der Europäischen Union zu gelangen.
Wie hoch ist die offizielle Zahl der Todesopfer und wie sind sie ums Leben gekommen? +
Nach Angaben der Regierung von Ceuta, die von der Agentur EFE übermittelt wurden, ist die Zahl der Todesopfer auf 88 gestiegen. Die meisten Opfer ertranken beim Versuch, an die Küste der Enklave zu schwimmen.
Warum gibt es widersprüchliche Informationen über die Zahl der Migranten in Ceuta? +
Die spanische Regierung behauptet, dass die meisten Migranten nach Marokko zurückgekehrt sind, aber der Präsident der Regionalregierung von Ceuta und Mitarbeiter des Aufnahmezentrums geben an, dass sich noch Tausende Menschen in der Enklave befinden und die Rückkehr verweigern.
Woher kommen die Migranten? +
Nach Angaben des staatlichen Fernsehens RTVE stammen die meisten aus West- und Ostafrika. Die deutsche Bild-Zeitung nennt konkreter Länder wie Somalia, Sudan und Nigeria.

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