In der Nähe eines Tankers, der vor der Küste des Jemen fuhr, ereignete sich eine heftige Explosion, teilte die britische Agentur für maritime Handelsoperationen (UKMTO) am Mittwoch mit. Der Vorfall ereignete sich südöstlich der Hafenstadt Aden, und der Kapitän des Schiffes meldete eine Detonation in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs.
Alle Besatzungsmitglieder sind in Sicherheit und niemand wurde verletzt. Nach ersten Informationen gibt es keine Anzeichen für Umweltschäden, und die zuständigen Behörden untersuchen die Umstände des Vorfalls, wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtet.
Huthis behaupten, saudischen Tanker angegriffen zu haben
Die Verantwortung für den Angriff übernahmen schnell die jemenitischen Huthis, eine vom Iran unterstützte Gruppe. Der Militärsprecher der Huthis erklärte am Mittwoch gegenüber Reuters, dass sie einen saudischen Tanker im Golf von Aden angegriffen hätten. Aus Saudi-Arabien gibt es jedoch noch keine offizielle Bestätigung dieser Information.
Dies ist nicht der erste derartige Vorfall in der Region. Die Huthis haben kürzlich die Verantwortung für mehrere Angriffe auf saudische Tanker im Roten Meer übernommen und damit die Spannungen auf einer der wichtigsten Seerouten der Welt weiter erhöht.
Angst vor Schließung des 'Tores der Tränen'
Angesichts der zunehmenden Angriffe wächst die Sorge, dass die Meerenge Bab el-Mandeb, was übersetzt "Tor der Tränen" bedeutet, praktisch für den Verkehr geschlossen werden könnte. Es handelt sich um einen entscheidenden Punkt auf dem kürzesten Seeweg zwischen Asien und Europa, der den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal verbindet.
Unter normalen Umständen passieren etwa zehn Prozent des gesamten globalen Seehandels Bab el-Mandeb. Die Angriffe der Huthis in dieser Region, die 2023 begannen, haben die weltweiten Handelsketten bereits ernsthaft gestört und bei Reedern Besorgnis ausgelöst.