Ferrari hat den ersten Tag der freien Trainings zum Großen Preis von Ungarn 2026 auf dem Hungaroring in Budapest dominiert, wobei Lewis Hamilton und Charles Leclerc sich in beiden Freitagstrainings mit den schnellsten Zeiten abwechselten. Hamilton beendete FP2 als Schnellster, während Leclerc mit einem Rückstand von 0,148 Sekunden Zweiter wurde, derselbe Leclerc war am Morgen im FP1 der Schnellste. Der Rest des Startfeldes lag etwa eine halbe Sekunde zurück, was selbst die Teams überraschte.
Ein Vorsprung, der selbst die Scuderia überraschte
Gemäß Berichten von Live F1 hat Ferrari nicht unbedingt mit einem so großen Vorsprung gerechnet, selbst wenn man bedenkt, dass der Hungaroring mit seinen engen und kurvigen Charakteristiken ihrem Auto entgegenkommt. Leclerc hatte im FP1 auch ein technisches Problem und meldete, dass "etwas kaputtgegangen" sei, weshalb er die Session in der Box beendete, doch der Defekt wurde rechtzeitig für das Nachmittagstraining behoben. Ferraris engste Rivalen am Freitag waren Max Verstappen von Red Bull und Lando Norris von McLaren, beide etwa eine halbe Sekunde zurück.
Leclerc: "Wir werden alles perfekt machen müssen"
Trotz der überzeugenden Führung blieb Leclerc bei der Einschätzung der Lage vorsichtig. "Es war ein relativ guter Tag. Von Anfang an habe ich mich mit dem Auto wohlgefühlt, und die Leistung war sofort gut, was eine gute Sache ist", sagte der Monegasse. Allerdings fügte er hinzu, dass er nicht erwarte, dass der Vorsprung so groß bleibe: "Ich erwarte nicht, dass wir den Unterschied haben werden, den wir heute hatten, also werden wir alles perfekt machen müssen. Wenn das Gefühl da ist, bin ich sicher, dass wir in Q3 gute Arbeit leisten werden."
Vasseur: "Am Freitag holt man keine Pole"
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur kommentierte den chaotischen Verlauf des FP2, in dem es auch Verkehr und eine rote Flagge gab: "Bisher ist es gut, aber am Freitag holt man keine Pole, geschweige denn ein Rennen. Es ist gut, so ins Wochenende zu starten, aber wir werden morgen sehen. Das wird eine andere Geschichte." Vasseur betonte, dass das morgendliche Training am Samstag ein klareres Bild der wahren Kräfteverhältnisse liefern werde, da die Autos dann besser auf der Strecke verteilt seien.
Red Bull beunruhigt Hadjar und Wache
Auf der anderen Seite hatte Red Bull einen schwierigen Freitag. Der junge Franzose Isack Hadjar, 21 Jahre alt, fuhr im FP1 die viertschnellste Runde mit 0,922 Sekunden Rückstand auf Leclerc, fiel aber im FP2 auf den sechsten Platz zurück. "Ein sehr anspruchsvolles FP2. Ich dachte, FP1 sei schon schwierig genug, aber im FP2 wurde es wegen des Windes noch schlimmer. Es ist schwer, mit den Änderungen, die wir vorgenommen haben, ein klares Bild zu bekommen. Sobald ich ins Auto steige, läuft es ganz gut. Nur sind die Ferraris immer stärker. Wir müssen heute Abend viel Zeit pro Runde finden", sagte Hadjar. Er fügte hinzu, dass Red Bull darauf warte, dass Mercedes "aufwache", während es mit McLaren eng werde.
Red Bulls Technikdirektor Pierre Wache zeigte sich offen in seiner Einschätzung der Lage: "Wir sind nicht dort, wo wir sein sollten oder wo wir sein wollen. Unsere Fahrer sind mit der Balance des Autos unzufrieden. Es ist klar, dass die Haftung auf dieser Strecke am Freitag sehr gering ist. Die Bodenwellen auf der Strecke stören ebenfalls die Balance des Autos." Wache betonte jedoch, dass Ferrari erwartungsgemäß auf eine Runde schnell sei, und dass die Longruns das wahre Bild der Wettbewerbsfähigkeit zeigen würden. Hadjar hatte im vorherigen Rennen in Belgien eine beeindruckende Aufholjagd gezeigt, als er von Platz 21 aufgrund einer Strafe startete und als Sechster ins Ziel kam, während Verstappen im selben Rennen auf dem Podium stand.
Aston Martin und Mercedes im Schatten von Ferrari
Ein besonderes Augenmerk galt auch Aston Martin, der an diesem Wochenende das erwartete B-Spec-Upgrade des Autos mitgebracht hatte, doch Details zu ihren Ergebnissen aus den Trainings liegen aus den Quellen nicht vor. Mercedes blieb ebenfalls im Schatten, und Hadjar sagte offen, dass Red Bull darauf warte, dass die Mercedes-Autos ihr wahres Gesicht zeigen. Das freie Training FP3 und das Qualifying am Samstag werden zeigen, ob die Rivalen Antworten auf Ferraris Dominanz vom ersten Tag gefunden haben oder ob die roten Autos als Favoriten auf die Pole Position zusteuern.