Vor Hajduk liegt eine neue europäische Prüfung. Am Donnerstag um 19 Uhr spielen sie in Vilnius das erste Spiel der dritten Qualifikationsrunde der Conference League gegen den litauischen Klub Žalgiris. Vor dem Duell stellten sich Trainer Gonzalo Garcia und Mittelfeldspieler Rokas Pukštas den Journalisten. Für die Splitter ist es bereits das fünfte europäische Spiel in dieser Saison.
Zwei Niederlagen und Druck im Klub
Hajduk feierte auf Poljud Siege gegen Žilina und Pafos, aber die Auswärtsspiele brachten Niederlagen. Die Slowaken wurden jedoch mit einem Gesamtergebnis von 3:2 ausgeschaltet, während der zypriotische Klub Pafos sie nach Verlängerung mit insgesamt 4:2 stoppte. Nach dem Ausscheiden aus Europa folgte auch ein Stolperer in der SuperSport HNL, eine 1:2-Niederlage gegen Varaždin im ersten Spieltag.
"Es ist immer wichtig, nach einer Niederlage zu gewinnen. Besonders in einem Klub wie Hajduk, wo es laut wird, sobald man nicht gewinnt. Wir müssen uns fokussieren, und morgen haben wir ein sehr wichtiges Spiel. Wir müssen mit der Mentalität eines Siegers auftreten", sagte Garcia auf der Pressekonferenz am 5. August 2026.
Schmerzhafte Serie in Auswärtsspielen
Der Trainer von Hajduk sprach offen über das Problem, das den Klub seit Jahren plagt. "Hajduk hat seit 6-7 Jahren kein Auswärtsspiel in Europa gewonnen. Zu Hause haben wir große Unterstützung von den Fans. Wenn das jahrelang so weitergeht, wird es immer schwieriger. Wir hoffen, dieser Serie ein Ende zu setzen", erklärte Garcia.
Er fügte hinzu, dass das Hauptproblem in der mentalen Einstellung liegt: "In europäischen Spielen hat uns bisher wahrscheinlich die Tatsache zu schaffen gemacht, dass wir mit einem positiven Ergebnis zum Rückspiel reisen. Wir beginnen darüber nachzudenken, und dann wird es nicht gut. Zu Hause haben wir die Fans, und auswärts ist es mehr eine Frage der mentalen Einstellung. Dazu kommt die Geschichte der Misserfolge, sodass es jedes Jahr schwerer wird. Wir hoffen, das zu durchbrechen."
Kunstrasen und sieben Tore von Žalgiris
Das Spiel findet auf Kunstrasen statt, aber Garcia will das nicht als Ausrede nutzen. "Alles, was anders ist, verändert die Situation auf dem Platz. Als Spieler habe ich gerne auf Kunstrasen gespielt. Es ist gut für Klubs, die Fußball spielen wollen. Wenn man mental instabil ist, kann man sofort eine Ausrede finden, wenn man verliert. Wir haben qualitativ gute Spieler, die spielen wollen, Spieler, die angreifen. Das sollte zu unserem Vorteil sein."
Er äußerte sich auch zu der Tatsache, dass Žalgiris im letzten Spiel sieben Tore erzielt hat: "Die Atmosphäre war wunderschön. Man sah viel Eifer und Leidenschaft. Es wirkt wie ein Wunder, aber wenn so viel positive Energie da ist, dann passieren solche Dinge. Man hat Energie, Positivität, Qualität, das habe ich nicht erwartet."
Pukštas: Besondere Rückkehr nach Litauen
Hajduks Mittelfeldspieler Rokas Pukštas hat litauische Wurzeln und für ihn ist dies ein besonderes Spiel. "Ich bin aufgeregt, zurückzukehren. Ich habe als Junge viel Zeit in Litauen verbracht. Oma, Opa und Verwandte werden im Stadion sein. Ich freue mich auf das Spiel. Meine Eltern sind hier aufgewachsen, mein Vater ist ein großer Fan von Žalgiris. Er schickt mir oft Neuigkeiten. Ich habe viele schöne Erinnerungen an diesen Ort."
Auf die Frage, ob er jemals darüber nachgedacht hat, für Litauen zu spielen, war Pukštas deutlich: "Jetzt bin ich nur auf Hajduk fokussiert. Ich denke nicht darüber nach, wen ich vertreten werde, Litauen oder die USA. Morgen haben wir ein Spiel, das wir gewinnen müssen."
Er äußerte sich auch zu seinem Freund Capan von Žalgiris: "Wir müssen mit viel Energie ins Spiel gehen, von der ersten Minute an. Wir müssen eine tödliche Mentalität haben. Capan ist ein fleißiger Spieler. Wir haben viel individuell gearbeitet. Wir haben seit der Kadettenzeit zusammen gespielt. Er ist ein sehr guter Freund von mir. Ich habe viel von ihm gelernt. Ich wünsche ihm viel Glück."