Der ukrainische Dienst von Voice of America wird wieder mit der Ausstrahlung beginnen, und ein Teil der Journalisten kehrt an die Arbeit zurück. Diese Entscheidung traf die Führung des Mediennetzwerks, bestätigte am Dienstag, den 5. August 2026, Ruslan Petrytschka, Leiter des ukrainischen Dienstes von Voice of America, über seinen Facebook-Beitrag, wie die Ukrainska Prawda berichtet.
Diese Nachricht kommt nach einem monatelangen rechtlichen und politischen Kampf, der mit der Entscheidung der Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump begann, das Netzwerk abzuschalten. "Dies ist eine sehr wichtige Entscheidung! Gerade jetzt, wo Russland täglich zynisch Kiew und andere ukrainische Städte beschießt, Zivilisten tötet und große Kampagnen der Propaganda und Desinformation gegen die Ukraine fortsetzt", schrieb Petrytschka.
Der Weg von der Abschaltung zur Rückkehr
Voice of America stellte seine Arbeit am 15. März 2025 fast vollständig ein, nachdem Trump ein Dekret zu seiner "maximalen Liquidierung" unterzeichnet hatte. Der ehemalige Präsident nannte das Netzwerk damals "anti-trumpistisch" und "Stimme des radikalen Amerika". Im Juni 2025 verschickte die Regierung Kündigungen an mehr als 600 Mitarbeiter.
Der Wendepunkt kam im März 2026, als ein Bundesrichter entschied, dass die US-Agentur für globale Medien (USAGM) ihre Entscheidung, die zu den Rücktritten der Mitarbeiter von Voice of America führte, aufheben muss. Damit bestätigte das Gericht indirekt, dass die Abschaltung des Netzwerks rechtswidrig war, was den Weg für die heutige Entscheidung zur Rückkehr ebnete.
Vorbereitungen für die Ausstrahlung laufen bereits
Petrytschka kündigte an, dass die Vorbereitungen für die Rückkehr auf Sendung bereits im Gange seien. "Meine Kollegen bereiten sich bereits auf die Wiederaufnahme der Ausstrahlung nächste Woche vor. Ich hoffe, dass bald noch mehr Mitarbeiter unseres Dienstes an die Arbeit zurückkehren. Die heutigen Änderungen sind wirklich gute Nachrichten", sagte er.
Obwohl Petrytschka bestätigte, dass er nominell weiterhin an der Spitze des ukrainischen Dienstes steht, betonte er, dass er sich noch in administrativer Abwesenheit befinde und daher keine Details zum Prozess der Wiederaufnahme der Ausstrahlung kommentieren könne. Die Nachricht über die Rückkehr wurde auch von dem Journalisten Ostap Jarysch in den sozialen Netzwerken bestätigt, der sich auf die Entscheidung des Bundesgerichts berief.