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Ein Jahr lang bat sie Ärzte, ihr zuzuhören

Emily Goldman erhielt mit 20 Jahren eine Diagnose, die Monate der Erschöpfung, des Durstes und der Unsicherheit erklärte. Ihre Geschichte warnt vor den Symptomen von Typ-1-Diabetes und der Bedeutung, dem eigenen Körper zu vertrauen.

Foto: Markus Winkler na Pexels
Kurz gesagt
  • Emily Goldman spürte ein Jahr lang Symptome wie Durst und Erschöpfung, aber die Ärzte diagnostizierten zunächst nur Prädiabetes.
  • Erst nach Monaten, in denen sie hohe Blutzuckerwerte meldete, wurde bei ihr Typ-1-Diabetes diagnostiziert und sie begann eine Insulintherapie.
  • Ihre Geschichte warnt davor, Symptome zu erkennen und beharrlich nach einer genauen Diagnose zu suchen.

Emily Goldman hatte fast zwölf Monate lang das Gefühl, dass mit ihrem Körper etwas nicht stimmte. Sie litt unter ständigem Durst, Erschöpfung und häufigem Wasserlassen, das sie mitten in der Nacht weckte, doch die Antworten der Ärzte erklärten ihren Zustand nicht. Jetzt teilt sie ihre Geschichte öffentlich, um anderen zu raten, die Anzeichen nicht zu ignorieren und auf den eigenen Instinkt zu vertrauen, wenn sie vermuten, dass etwas nicht stimmt.

Erste Symptome und Fehldiagnose

Die ersten Probleme traten während des Studiums auf. Neben unerklärlicher Müdigkeit und Kopfschmerzen begann Emily, ständigen Durst und Harndrang zu verspüren. Zunächst nahm sie an, dass Stress oder ungesunde Ernährung die Ursache seien, doch die Beschwerden verstärkten sich mit der Zeit.

Nach den ersten Untersuchungen diagnostizierten die Ärzte bei ihr Prädiabetes und verschrieben Metformin, ein Medikament zur Regulierung des erhöhten Blutzuckerspiegels. Die Behandlung brachte keine Besserung, im Gegenteil, es traten ernsthafte Verdauungsprobleme auf, und Emily war noch müder.

Befunde, die nicht zum tatsächlichen Zustand passten

Emily gab nicht auf. Sie suchte regelmäßig Ärzte auf, weil sie glaubte, dass die Diagnose nicht endgültig sei. Weitere Tests ergaben hohe Blutzuckerwerte, und ein Antikörpertest war positiv. Trotzdem hielten die Fachleute Typ-1-Diabetes für unwahrscheinlich, da sie zu dieser Zeit 20 Jahre alt war.

Sie wurde an einen Ernährungsberater überwiesen, der ihr empfahl, Kohlenhydrate aus ihrer Ernährung zu streichen und den Blutzucker häufig zu kontrollieren. Über mehrere Wochen berichtete sie den Ärzten von Werten, die regelmäßig über dem Normalwert lagen, aber ihre Bedenken wurden nicht ernst genommen.

Ein Telefonanruf, der ihr Leben rettete

Monate später kam ein Anruf aus der Praxis, der ihr Leben veränderte. Eine Krankenschwester erklärte, dass es zu einer Verwechslung gekommen sei, die Ärztin hatte nicht verstanden, dass Emily bereits seit längerer Zeit sehr hohe Blutzuckerwerte meldete. Sie wurde informiert, dass sie sofort kommen müsse, da der Verdacht auf eine diabetische Ketoazidose bestand, einen gefährlichen Zustand, der lebensbedrohlich sein kann.

Die neuesten Ergebnisse waren eindeutig, bei ihr wurde Typ-1-Diabetes festgestellt, was bedeutet, dass sie lebenslang Insulin verwenden muss. Emily fühlte in diesem Moment gleichzeitig Schock, Angst und große Erleichterung.

"Endlich hat jemand verstanden, dass mit mir wirklich etwas passiert",
beschrieb sie.

Ein neues Leben mit chronischer Krankheit

Nach der Diagnose begann sie eine Insulintherapie und bildete sich in einem spezialisierten Diabeteszentrum weiter. Später startete sie mit einer Freundin einen Podcast für Menschen mit Typ-1-Diabetes, um anderen in ähnlichen Situationen zu helfen. Heute betont sie, dass das Leben mit einer chronischen Krankheit nicht einfach ist, aber mit der richtigen Therapie, Information und Unterstützung kann man ein qualitativ hochwertiges Leben führen.

Symptome, die man nicht ignorieren sollte

Typ-1-Diabetes entsteht, wenn das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Die Anzeichen der Krankheit können sich über mehrere Monate entwickeln, und zu den häufigsten gehören vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, große Müdigkeit und Schwäche, plötzlicher Gewichtsverlust, gesteigerter Appetit, verschwommenes Sehen sowie Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit.

Emily Goldman sagt heute, dass die wichtigste Lektion das Vertrauen in den eigenen Körper war. Wäre die Diagnose früher gestellt worden, hätte sie sich eine lange Zeit der Unsicherheit und die Gefahr schwerwiegender Folgen erspart.

Häufige Fragen
Was sind die häufigsten Symptome von Typ-1-Diabetes? +
Vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, ausgeprägte Müdigkeit, plötzlicher Gewichtsverlust, gesteigerter Hunger, verschwommenes Sehen und Stimmungsschwankungen.
Kann Typ-1-Diabetes im Alter von 20 Jahren auftreten? +
Ja. Obwohl er oft im Kindesalter diagnostiziert wird, kann Typ-1-Diabetes auch bei Erwachsenen auftreten, wie der Fall von Emily Goldman zeigt.
Was ist eine diabetische Ketoazidose? +
Das ist ein ernster Zustand, der entsteht, wenn der Körper aufgrund von Insulinmangel beginnt, Fette abzubauen, wodurch Ketone entstehen, die lebensbedrohlich sein können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.
Wie wird Typ-1-Diabetes behandelt? +
Er wird mit einer lebenslangen Insulintherapie behandelt, zusammen mit regelmäßiger Blutzuckerkontrolle und Schulung über die Krankheit.

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