Der Hund Lou, Mitte Mai 2026 aus einem Fall von Tierquälerei auf der Učka gerettet, landete erneut im Tierheim in Rijeka, fand aber bald ein neues Zuhause. Laut einer Ankündigung des Vereins Prijatelji životinja vom 5. August 2026 wird der Hund vom kroatischen Schauspieler Goran Višnjić und seiner Frau Eva adoptiert.
Die Nachricht kommt nach einer heftigen öffentlichen Reaktion auf Lous Rückkehr ins Tierheim. Der Hund wurde zunächst von der 19-jährigen Lana Lourdes Rupić, der Tochter von Goran Višnjić, adoptiert, doch nach einigen Monaten des Zusammenlebens beschloss die Familie, die Adoption zu beenden.
Schockierende Rückkehr ins Tierheim
Aus dem Hundezwinger der Tierschutzgesellschaft Rijeka wurde am Mittwoch bekannt gegeben, dass der Hund plötzlich zurückgekehrt sei. "Obwohl es uns schien, als wäre alles so, wie es sein sollte, und Lou ihre Menschen gefunden hätte, änderte sich über Nacht alles. Tatsächlich, nach einem Anruf, kam die Kleine statt der Erfüllung des Adoptionsvertrags ins Tierheim. Wir hatten keine Zeit, uns zu orientieren", teilten sie aus dem Tierheim mit.
Besonders betroffen machte sie, dass es sich um einen Hund handelt, der bereits einmal ein traumatisches Erlebnis durchgemacht hat. "Lou ist ein Welpe, der aus dem Horror der Učka kam. Dadurch wird diese Geschichte noch schwerer. Obwohl sie klein war, als sie von dort wegging, schmerzt es uns in der Seele, dass sie wieder um ein Zuhause kämpfen muss", fügten sie hinzu. Sie beschrieben sie als liebenswerte Hündin, die wieder auf ein dauerhaftes Zuhause wartet: "Lou ist ein wunderschöner Krümel. Sie sucht ihre Menschen, diesmal für immer."
Die Version der Mutter: Angriff auf die Katze
Auf die Kritik der Öffentlichkeit reagierte Mirela Rupić, die Mutter von Lana Lourdes Rupić. Auf ihrem Facebook-Profil veröffentlichte sie, dass das Tierheim den entscheidenden Grund für die Beendigung der Adoption nicht genannt habe. "Der Grund war ein brutaler Angriff auf unsere Katze, die Lou am Hals packte und zu würgen begann. Hätten wir nicht reagiert, hätten wir sie verloren", schrieb Mirela Rupić.
Sie gab an, dass sie dem Hund alle notwendigen Bedingungen geboten hätten, obwohl Lou wegen Hustens anderthalb Monate ohne Spaziergänge verbringen musste, bevor sie geimpft werden konnte. Sie behauptet, dass es von Anfang an Probleme im Zusammenleben mit ihrem anderen Hund und den zwei Katzen gab und dass der Hund Aggression gegenüber anderen Hunden, Menschen und Kindern zeigte. "Es gibt Grenzen für alles, und niemand wird unsere anderen Tiere würgen. Das haben sie im Tierheim weggelassen", sagte sie. Sie fügte hinzu, dass ihr die Leiterin des Tierheims erst nach dem Vorfall die Hilfe einer Trainerin angeboten habe: "Ich brauchte in diesem Moment keine Trainerin. Unsere Katze hat knapp überlebt, und damit war die Geschichte für uns beendet."
Prijatelji životinja: "Eine solche Tat ist nicht zu rechtfertigen"
Zum gesamten Fall äußerte sich auch der Verein Prijatelji životinja. In einem Beitrag in den sozialen Medien drückten sie ihre Enttäuschung über die Entscheidung aus, Lou ins Tierheim zurückzubringen. "Wir sind zutiefst enttäuscht über die Entscheidung von Lana Lourdes Rupić, den Hund ins Tierheim zurückzubringen. Eine solche Tat ist nicht zu rechtfertigen. Selbst wenn eine völlige Unmöglichkeit der weiteren Betreuung des Hundes oder der Katze eintritt, sollte der Adoptant selbst ein neues, geprüftes gutes Zuhause für das Tier finden", teilten sie mit.
Im selben Beitrag enthüllten sie auch den positiven Ausgang der Geschichte. "Wir danken Goran und Eva Višnjić, die den Hund Lou adoptieren werden, damit sie nicht im Tierheim bleibt", sagten Prijatelji životinja. Lou ist einer von 47 Hunden, die im Fall von Tierquälerei auf einem Anwesen auf der Učka gerettet wurden, der die Öffentlichkeit erschütterte.