In einem Gastronomiebetrieb in Supetar auf der Insel Brač kam es am 1. August 2026 um etwa 19:30 Uhr zu einem brutalen körperlichen Angriff auf einen Minderjährigen aus Zagreb. Nach Bestätigung der Polizeidirektion Split-Dalmatien griffen zwei jüngere männliche Personen den Jungen an, der leichte körperliche Verletzungen erlitt; die kriminalistische Untersuchung läuft.
Die Details des Vorfalls beschrieb ein Familienmitglied des angegriffenen Jungen gegenüber den Medien. Der Minderjährige saß ruhig da und aß in einem Fast-Food-Restaurant, als zwei junge Männer auf ihn zukamen, ihn zu Boden rissen und begannen, ihn mit Händen und Füßen am ganzen Körper zu schlagen, einschließlich Kopf, Hals und Rücken.
"Gerettet wurde er durch das Personal des Lokals, das schnell herbeieilte. Sie schlugen auf seinen ganzen Körper ein. Er erlitt leichte Verletzungen", erzählte eine Leserin von 24sata und betonte, dass der Junge den Angriff in keiner Weise provoziert habe und keinerlei Kontakt oder Unstimmigkeiten mit den Einheimischen gehabt habe. Er war nur zwei Tage vor dem Vorfall nach Supetar gekommen, und die Familie glaubt, dass das Motiv für den Angriff die Tatsache war, dass er aus Zagreb stammt.
Polizei bestätigt Ermittlungen
"Die Polizei hat eine Anzeige erhalten, dass am 1. August um etwa 19:30 Uhr in einem Gastronomiebetrieb in Supetar zwei jüngere männliche Personen eine andere Person körperlich angegriffen haben. Nach den derzeit verfügbaren Informationen wurden bei dem Minderjährigen leichte körperliche Verletzungen festgestellt. Die kriminalistische Untersuchung läuft", berichtete die Polizeidirektion Split-Dalmatien. Bislang ist weder bekannt, ob die Verdächtigen identifiziert wurden, noch was dem Angriff vorausging.
Deutliche Botschaft der Bürgermeisterin
Zu dem Vorfall äußerte sich die Bürgermeisterin von Supetar, Ivana Marković, scharf und richtete eine starke Botschaft gegen Gewalt an 24sata und Index.hr. "Wie immer verurteile ich jede Form von Gewalt scharf und unmissverständlich. Gewalt kann kein Weg zur Lösung von Unstimmigkeiten, Unterschieden oder gesellschaftlichen Problemen sein, egal woher sie kommt und gegen wen sie gerichtet ist", so Marković.
Die Bürgermeisterin warnte vor einem besorgniserregenden Klima der Intoleranz, das sich in der Gesellschaft ausbreitet. "Ich warne ständig davor, dass Gewalt heute allgegenwärtig ist, auf den Straßen, in sozialen Netzwerken, durch Nachrichten, Beleidigungen und Hassbotschaften an Wänden, dass ein solches Klima der Intoleranz geschaffen wurde. Wir erleben eine Zeit, in der die Straße immer häufiger versucht, Gesetz, Verfahren und Institutionen durch Gewalt zu ersetzen. Das ist ein gefährlicher Weg, der die Gesellschaft schwächt und uns von den Werten der Demokratie entfernt", erklärte Marković.
Besonders betonte sie die Verantwortung öffentlicher Personen bei der Bekämpfung solcher Erscheinungen: "Die Botschaft, dass Gewalt erlaubt ist. Gerade deshalb denke ich, dass unsere Botschaften, besonders die von öffentlichen Personen, klar sein müssen: Gewalt, Hass und Einschüchterung haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Besonders nicht wegen Zugehörigkeit, Herkunft, Religion oder Geschlecht."
Marković dankte der Polizeistation Brač für ihr Engagement und ihre Professionalität und fügte hinzu, dass die Institutionen alle Fakten und Verantwortlichkeiten klären sollten. Die kriminalistische Untersuchung läuft, und die Polizei hat bislang keine weiteren Informationen zum Tatmotiv veröffentlicht.