Bürgermeister von Zagreb legte Kranz auf Mirogoj nieder
Das Oppositionsportal Kroatischer Bote verurteilte den Schritt scharf und nannte ihn ein 'bewusstes ideologisches Muster' und einen Versuch, die Geschichte umzudeuten.
Das Oppositionsportal Kroatischer Bote verurteilte den Schritt scharf und nannte ihn ein 'bewusstes ideologisches Muster' und einen Versuch, die Geschichte umzudeuten.
Am Tag des Sieges und der Heimatdankbarkeit, dem 7. August 2026, legte der Bürgermeister von Zagreb von der Partei Možemo einen Kranz auf Mirogoj nieder. Was heftige Reaktionen auslöste, ist das Fehlen kroatischer nationaler Symbole an diesem Kranz, ein beispielloser Schritt seit 1945.
Das Portal Kroatischer Bote kritisierte diese Handlung in seinem Artikel scharf und bewertete sie als weit schwerwiegender als ein bloßes protokollarisches Versehen. "Dies ist eine Fortsetzung eines bewussten ideologischen Musters", heißt es in dem Text.
Der Autor des Artikels zieht eine direkte Parallele zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt zum blutigen Mai 1945, als kroatische Symbole systematisch aus dem öffentlichen Raum entfernt wurden. "Das Weglassen nationaler Symbole an einem zentralen Staatsfeiertag im Herzen der Hauptstadt beschwört unweigerlich den Geist von 1945 herauf", fügt er hinzu, dass die Botschaft, die für immer in die Geschichte verbannt sein sollte, nun durch die Parole der 'protokollarischen Neutralität' zurückgeholt werden soll.
Als Beispiel für ein ähnliches ideologisches Muster der Partei Možemo nennt das Portal auch das Ereignis der Trnje-Feuer.
Der Kroatische Bote stellt in seinem Text eine rhetorische Frage zur Symbolik des Feiertags selbst und betont, dass die kroatischen Verteidiger 1995 das Land unter der kroatischen Flagge befreiten, nicht unter neutralen oder parteilichen Symbolen. Zitat aus dem Artikel: "Wenn die Regierung der Hauptstadt aller Kroaten an einem solchen Datum bewusst 'vergisst', die Trikolore auf den Gedenkkranz zu legen, ist das weder Modernismus noch bürgerliches Protokoll. Es ist ein direkter Versuch, die Geschichte umzudeuten und eine Fortsetzung der alten Politik der Unterdrückung alles Kroatischen."
Darüber hinaus wendet sich das Portal direkt an den Bürgermeister und seine Verwaltung mit der Frage: "Wen vertreten Sie eigentlich in Zagreb und wessen Sieg (nicht) feiern Sie?"
Im Text des Kroatischen Boten wird dieser Schritt nicht als Gesetzesverstoß behandelt, sondern als eine Handlung, die "an einen Staatsstreich grenzt, an die Herabwürdigung des Staates und all jener, nach denen dieser Tag Tag des Sieges und der Heimatdankbarkeit benannt ist". Es wird betont, dass es sich um einen Nationalfeiertag handelt, der die Grundlagen der kroatischen Staatlichkeit und das Opfer der Verteidiger feiert.