Die Kroatische Elektrizitätswirtschaft (HEP) gab am Montag, dem 3. August 2026, bekannt, dass die aktuellen Wetterbedingungen keine Bedrohung für die Stabilität des heimischen Stromnetzes darstellen. Mit dieser Botschaft sollen die Bürger beruhigt werden, nachdem einige Nachbarländer ernsthafte Störungen bei der Stromerzeugung verzeichnet hatten.
"Derzeit gefährden die hydrologischen Bedingungen weder die Zuverlässigkeit des Erzeugungssystems noch die Sicherheit der Stromversorgung", heißt es in der Antwort von HEP auf eine Anfrage von Hina, wie sich Dürre und hohe Temperaturen auf den Betrieb der Kraftwerke auswirken.
Probleme in der Nachbarschaft: Abschaltung von Kernkraftwerken und reduzierter Betrieb
Langanhaltende Hitzewellen und ausbleibende Niederschläge haben zu historisch niedrigen Wasserständen an europäischen Flüssen geführt. Das drastischste Beispiel ist die Donau, deren extrem niedriger Wasserstand Ungarn zur Abschaltung des Kernkraftwerks Paks gezwungen hat. Gleichzeitig versucht man in Rumänien, durch Sprengungen im Flussbett den Flusslauf umzuleiten, um genügend Wasser für die Kühlung des Kernkraftwerks Tschernawoda sicherzustellen.
Die Folgen der Dürre sind auch an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien spürbar, wo das Wasserkraftwerk Eisernes Tor derzeit nur mit einem Fünftel seiner Gesamtkapazität arbeitet. Solche regionalen Herausforderungen erhöhen automatisch die Nachfrage nach Strom auf dem gemeinsamen Markt.
HEP räumt Preisdruck ein, garantiert aber Sicherheit
Obwohl die Lage in Kroatien deutlich anders ist, ist sich HEP bewusst, dass die Probleme der Nachbarn nicht ohne Auswirkungen bleiben können. "Solche Umstände können den Preis und die Verfügbarkeit von Strom für den Markteinkauf beeinflussen, stellen jedoch derzeit kein Risiko für die Versorgungssicherheit in der Republik Kroatien dar", erklärten sie von dem Unternehmen.
Was die Lage vor Ort betrifft, betont HEP, dass die Wasserstände in ihren Speicherseen den erwarteten Werten entsprechen. "Trotz niedrigerer Wasserstände liegen die Wasserstände in den Speicherseen auf den geplanten bzw. durchschnittlichen Niveaus für diese Jahreszeit, was eine optimale Bewirtschaftung der Speicher und der Erzeugungskapazitäten der Wasserkraftwerke ermöglicht", sagten sie gegenüber Hina von HEP.
Üblicher Sommerbetrieb
Die Kroatische Elektrizitätswirtschaft weist darauf hin, dass die Anpassung der Erzeugung an die aktuellen hydrologischen Bedingungen ein standardmäßiges Betriebsverfahren ist. Die Erzeugung in den Wasserkraftwerken wird an die Wasserzuflüsse und den Zustand der Speicher angepasst, und etwaige Defizite werden aus anderen Quellen ausgeglichen.
"Die Sicherheit und Stabilität der Stromversorgung wird durch die optimale Nutzung aller verfügbaren heimischen Erzeugungsquellen sowie gegebenenfalls durch den Einkauf von Strom auf dem Markt gewährleistet. Diese Betriebsweise ist ein regulärer Bestandteil des Managements des Stromnetzes, insbesondere in Zeiten erhöhten Verbrauchs, etwa während Hitzewellen", heißt es abschließend in der Antwort von HEP an Hina.