HGSS rettet stundenlang einen Ausländer am Biokovo
Erschöpfter Wanderer strandet wegen ungeeignetem Schuhwerk und Hitze auf 1.050 Metern, Rettungsaktion dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
Erschöpfter Wanderer strandet wegen ungeeignetem Schuhwerk und Hitze auf 1.050 Metern, Rettungsaktion dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
Die HGSS-Station Makarska hatte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag alle Hände voll zu tun, nachdem ein ausländischer Staatsbürger am Biokovo in ernsthafte Schwierigkeiten geraten war. Er startete völlig unvorbereitet und in Badeschuhen auf den anspruchsvollen Bergpfad, was sich in Kombination mit der Sommerhitze und dem Mangel an Wasser als fatal erwies.
Die Meldung ging am 6. August 2026 um 18:30 Uhr ein. Der Mann verirrte sich im Gebiet von Sutvid oberhalb von Živogošće auf etwa 1.050 Metern über dem Meeresspiegel. Während des Telefonats gab er an, dass ihm das Wasser ausgegangen sei und er von starker Erschöpfung überwältigt sei, sodass er weder sicher weitergehen noch den Rückweg bestimmen konnte.
Sofort wurden vier Retter zum Einsatzort geschickt, doch aufgrund des äußerst anspruchsvollen Geländes schlossen sich ihnen bald vier weitere Mitglieder der Makarska-Station der HGSS an. Es folgte ein mehrstündiger nächtlicher Aufstieg zum verunglückten Wanderer.
Die Retter erreichten den verlorenen Mann um 22:50 Uhr. Vor Ort leisteten sie Erste Hilfe, und nachdem er sich ausgeruht und rehydriert hatte, begannen sie den vorsichtigen Abstieg zum Fahrzeug. Die gesamte Rettungsaktion wurde erfolgreich um 2:50 Uhr abgeschlossen, als alle Beteiligten sicher zurückkehrten.
Die HGSS appellierte erneut an alle Besucher des Biokovo, ihre Wanderung sorgfältig zu planen, bevor sie in die Berge gehen. Bei Sommerhitze ist es Pflicht, einen ausreichenden Wasservorrat mitzunehmen, die heißeste Tageszeit zu meiden und geeignete Wanderschuhe zu tragen. In dieser Situation wurde die Gefahr noch dadurch erhöht, dass die verletzte Person die anspruchsvolle Bergroute in Flip-Flops antrat, was sein Vorankommen erheblich erschwerte und das Risiko eines Zwischenfalls vergrößerte.