Teile der Kölner Innenstadt wurden am Donnerstag, dem 6. August 2026, evakuiert, nachdem im Rhein eine nicht explodierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde. Die Gefahrenzone umfasste auch die Gebäude der beiden großen Fernsehsender RTL und NTV, deren Mitarbeiter umgehend in Sicherheit gebracht wurden.
250-Kilo-Bombe im Stadtteil Deutz
Nach Informationen von Kurir.rs handelt es sich um eine amerikanische Fliegerbombe mit einem Gewicht von etwa 250 Kilogramm. Sie wurde im Rhein in der Nähe des Rheinparks im Stadtteil Deutz entdeckt. Der niedrige Wasserstand des Flusses ermöglichte ihre Entdeckung, und die städtischen Experten für Kampfmittelbeseitigung planen ihre Entschärfung im Laufe des Tages.
Die Stadtverwaltung richtete einen Sicherheitsbereich mit einem Durchmesser von 400 Metern um den Fundort ein. Alle Personen, die sich in diesem Gebiet befanden, einschließlich Anwohner und Mitarbeiter nahegelegener Unternehmen, mussten ihre Gebäude vorübergehend verlassen. Dnevnik.hr bestätigt, dass auch Teile der Innenstadt evakuiert wurden.
Sendung aus Berlin: Programmänderung wegen Gefahr
Aufgrund der außergewöhnlichen Situation war der Fernsehsender RTL gezwungen, sein Programm zu ändern. Die abendliche Nachrichtensendung "RTL Aktuell" wurde nicht aus dem Kölner Studio ausgestrahlt, sondern nach Berlin verlegt. Die Tagesendung "Punkt 12" wurde so lange live aus Köln gesendet, wie es sicher war, danach wurde auch ihre Produktion eingestellt.
Solche Funde sind in Deutschland keine Seltenheit, dessen Städte während des Zweiten Weltkriegs intensiv bombardiert wurden. Jedes Mal erfordern sie umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, Straßensperrungen und den Einsatz spezialisierter Teams. Die Kölner Stadtverwaltung hat angekündigt, die Öffentlichkeit regelmäßig über den Fortschritt der Evakuierung und Entschärfung der Bombe sowie über die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf den Alltag und den Verkehr in der Stadt zu informieren.