Gesundheitsministerin Irena Hrstić besuchte am Montag, dem 3. August 2026, das Allgemeine Krankenhaus in Pula, um sich aus erster Hand über die Arbeit der Einrichtung während der intensivsten Zeit der Tourismussaison zu informieren. In Begleitung des Krankenhausdirektors Andrej Angelini und seiner Stellvertreterin Daniela Fabris-Vitković besichtigte sie die wichtigsten Abteilungen und machte sich mit den Herausforderungen vertraut, denen sich die Mitarbeiter gegenübersehen.
Der Besuch umfasste die Zentrale Notaufnahme (OHBP), die Abteilung für Nuklearmedizin und die Krankenhausapotheke. Der Schwerpunkt lag auf der Organisation der Notdienste und neuen Investitionen in medizinische Ausrüstung, da die Sommermonate eine mehrfache Zunahme der Patientenzahlen mit sich bringen.
Rekord-Juli: 5.800 Patienten in einem Monat
Der leitende Techniker der Notaufnahme, Roberto Licul, betonte, dass die diesjährige Saison im Vergleich zu den letzten fünf Jahren die anspruchsvollste in Bezug auf die Anzahl der Patientenankünfte sei. Allein im Juli behandelte das Krankenhaus in Pula 5.800 Patienten, fast 700 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieses Wachstum setzt Ärzte, Krankenschwestern, Techniker und das übrige Krankenhauspersonal unter enormen Druck.
Die Zunahme der Untersuchungen steht in direktem Zusammenhang mit der großen Zahl von Touristen, die im Sommer in der Gespanschaft Istrien verweilen, aber auch mit dem allgemeinen Trend steigender Bedarfe an notfallmedizinischer Versorgung. Während des Rundgangs wurden Kapazitäten, Personaleinsatzpläne und Möglichkeiten zur schnelleren Zuweisung von Patienten an die entsprechende Versorgung analysiert.
Helikopter oder Boot alle drei Stunden
Ministerin Hrstić betonte besonders die Schlüsselrolle des Helikopter- und Seerettungsdienstes bei der Entlastung des Systems und der Rettung von Leben. Nach ihren Worten verzeichneten diese Dienste in den letzten zwei Jahren mehr als 5.600 Einsätze.
"Im Durchschnitt startet alle drei Stunden ein Helikopter oder ein Boot, um ein Menschenleben zu retten", sagte Ministerin Hrstić gegenüber Glas Istre.
Sie hob hervor, dass diese Dienste nicht nur während des sommerlichen Andrangs wichtig seien, sondern ihre Verfügbarkeit das ganze Jahr über einen unschätzbaren Wert darstelle, insbesondere für Bewohner der Inseln und abgelegener Gebiete. Der schnelle Transport über See oder Luft ist oft entscheidend bei schweren Verletzungen und akuten Zuständen, und das Krankenhaus in Pula ist eine der Schlüsseleinrichtungen für deren Aufnahme in Istrien.
Pläne zur Entlastung und neue Ausrüstung
Während des Besuchs wurde auch über eine mögliche Verlegung der Touristenambulanz in unmittelbare Nähe des Krankenhauses gesprochen. Ziel ist es, unnötige Patiententransporte zwischen Standorten zu reduzieren und Diagnostik und Behandlung zu beschleunigen, sowie den Mitarbeitern der Ambulanz eine einfachere Zusammenarbeit mit den Krankenhausabteilungen zu ermöglichen.
Das Gesundheitsministerium hat bereits die Anschaffung eines neuen Abzugs für die Zubereitung von Radiopharmaka in der Abteilung für Nuklearmedizin finanziert, eine Ausrüstung, die für den sicheren Umgang mit diagnostischen Substanzen entscheidend ist. Geplant ist auch der baldige Austausch des bestehenden CT-Geräts sowie die Anschaffung eines neuen MRT-Geräts, was die diagnostischen Kapazitäten erheblich verbessern und die Bearbeitungszeit der Patienten verkürzen sollte, insbesondere bei großem saisonalem Zustrom.