Verstärkte Kontrollen der Tourismusinspektion gegen illegale Vermietung haben zur Beschlagnahmung von mehr als 343.000 Euro illegal erwirtschafteter Einnahmen geführt. Die staatliche Inspektionsbehörde führte in drei Monaten, vom 20. April bis 20. Juli 2026, insgesamt 1.441 Kontrollen durch und stellte in 122 Fällen Unregelmäßigkeiten fest.
Wo wurden überall Unregelmäßigkeiten festgestellt?
Die Inspektoren fanden Unregelmäßigkeiten im gesamten Land, von Zagreb, Samobor, Bjelovar, Karlovac, Sisak und Nova Gradiška auf dem Festland bis nach Pula, Crikvenica, Dubrovnik, Split, Makarska, Supetar, Vodice, Primošten, Kaštel Lukšić und Vir an der Küste. Kontrollaktivitäten wurden auch auf den Inseln Krk, Rab und Pag sowie in zahlreichen kleineren Tourismuszielen durchgeführt.
Die Aktion zielte auf die Bereitstellung von Unterkünften ohne erforderliche Genehmigungen und die Werbung für nicht registrierte Objekte auf Internetplattformen ab. Für die Auswahl der Objekte wurden Daten der Steuerverwaltung, Meldungen der Tourismusverbände und Informationen von Buchungsplattformen genutzt.
Strenge Maßnahmen und Versiegelung von Objekten
Wegen nicht registrierter Vermietung oder illegaler Werbung wurden 68 Verwaltungsmaßnahmen mit Verbot ausgesprochen. In 36 Situationen erließen die Inspektionsteams Entscheidungen, die die Erbringung von Dienstleistungen in privaten Objekten verbieten, und ordneten die Schließung dieser Objekte an; das Verbot bleibt mindestens 30 Tage in Kraft, beziehungsweise bis die Unregelmäßigkeiten behoben sind und die Genehmigung des Ministeriums für Tourismus und Sport vorliegt.
Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden sieben Wochenendhäuser, eine Jugendherberge, 36 Apartments, ein Campingplatz und zwei Zimmer erfasst. Einschränkungen wurden auch lizenzierten Gastronomen auferlegt, die Unterkünfte ohne die erforderliche Genehmigung anboten, darunter ein Boutique-Hotel, 13 Apartments, 24 Zimmer, ein Campingplatz mit vier Mobilheimen und sechs Glamping-Zelten sowie ein weiterer Campingplatz mit 20 Mobilheimen.
Ausländer unter den Tätern, Bußgelder bis zu fast 4.000 Euro
Unter denen, die Unterkünfte "schwarz" anboten, sind nicht nur kroatische Staatsbürger. Die Inspektoren entdeckten auch Staatsbürger aus Slowenien, der Slowakei, Österreich und Deutschland, die illegal Objekte in Kroatien vermieteten.
Gegen die Täter wurden 62 Strafanträge gestellt und 60 Bußgeldbescheide erlassen. Die Gesamtgeldstrafen erreichten 81.169,08 Euro, während auch der rechtswidrig erlangte Vermögensvorteil in Höhe von 343.812 Euro festgestellt und beschlagnahmt wurde. Eine Person, die eine nicht registrierte Tätigkeit ausübt oder nicht über die erforderlichen gesetzlichen Genehmigungen verfügt, muss mit einer Strafe von 1.327,23 bis 3.981,68 Euro rechnen; zusätzlich zur Geldstrafe wird auch der durch die Ordnungswidrigkeit erlangte Vermögensvorteil eingezogen.
Die staatliche Inspektionsbehörde betont, dass das Ziel die Bekämpfung der Schattenwirtschaft, der Schutz gesetzestreuer Vermieter und die Sicherstellung fairer Marktbedingungen ist. Intensivere Kontrollen werden bis zum Ende der Tourismussaison durchgeführt.