Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben am Samstag, dem 2. August 2026, eine neue Stufe erreicht. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warnte vor einer 'entschlossenen und verhältnismäßigen Antwort' auf jegliche amerikanische 'Aggression', während die US-Botschaften im gesamten Nahen Osten ihre Bürger aufforderten, eine Ausreise aus der Region in Betracht zu ziehen, angesichts der Bedrohung durch eine 'unvorhersehbare Eskalation'.
Die Warnung aus Teheran erfolgte einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump gedroht hatte, 'sehr stark' gegen den Iran vorzugehen, wie Al Jazeera berichtet. Araghchi übermittelte seine Botschaft in separaten Telefonaten mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan, dem pakistanischen Armeechef Asim Munir und dem saudiarabischen Außenminister Faisal, wie die iranische Staatsagentur IRNA meldete.
Hintergrund des Konflikts und Ausbreitung der Instabilität
Der Krieg zwischen dem Iran und den USA dauert seit dem 28. Februar 2026 an, als die USA und Israel Angriffe auf den Iran starteten und Teheran mit Raketen- und Drohnenangriffen in der gesamten Region zurückschlug, so Punch. Nach einer gescheiterten Waffenruhe wurden die Kämpfe fortgesetzt. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden keine neuen Angriffe gemeldet, doch die Lage bleibt äußerst instabil.
Am Mittwoch traf eine Drohne ein in amerikanischem Besitz befindliches Gastransportschiff, das im ägyptischen Hafen vor Anker lag, und verursachte ein Feuer. Ägypten ermittelt, hat aber bisher keine Gruppe beschuldigt. Gleichzeitig meldete die britische Seefahrtsbehörde am Samstag einen 'unbekannten Flugkörper', der einen Tanker vor der Küste Omans getroffen habe, während der Kampf um die Kontrolle über die Straße von Hormus andauert. Der Iran hat seit Kriegsbeginn faktisch die Kontrolle über die Schifffahrt durch Hormus übernommen, verlangt Genehmigungen und erhebt Transitgebühren. Das Unternehmen zur Überwachung des Seehandels Kpler meldete, dass der Verkehr durch die Meerenge 'drastisch' zurückgegangen sei.
Starke Warnungen und diplomatische Aktivitäten
Die Sicherheitswarnung der US-Botschaften in Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten forderte die Bürger auf, 'eine Ausreise in Betracht zu ziehen oder bereit zu sein, im Falle einer Eskalation zu gehen', so Punch. Die Amerikaner in der Region wurden aufgefordert, wachsam zu sein angesichts möglicher Flugausfälle, zeitweiliger Luftraumschließungen und potenzieller Reiseunterbrechungen. Die Botschaft in Jerusalem bezeichnete das iranische Regime als 'unberechenbar' und verwies auf jüngste Angriffe ohne Vorwarnung sowie die Ausweitung der Angriffe auf Gebiete, die zuvor nicht Ziel waren, wie Ägypten.
Gleichzeitig verstärkten iranische Beamte ihre Rhetorik. Der Chef des zentralen Militärkommandos des Iran, Ali Abdollahi, beschuldigte Washington der 'Eskalation der Spannungen' und erklärte, dass 'jedes Land, das als Schutzschild für das kriminelle und aggressive Amerika dient, von den Flammen des Krieges erfasst wird'. Der Berater des obersten Führers des Iran, Mohammad Mokhber, drohte zusätzlich auf der Social-Media-Plattform X: 'Ihr rechnet mit militärischen Gleichungen, aber wir antworten mit der Logik der Geschichte. Ein direkter Angriff auf die iranische Infrastruktur weckt die Verwerfungslinien, auf denen 250 Jahre eurer hegemonialen Architektur aufgebaut sind.'
Regionale Front und Behauptungen über militärische Erfolge
An der libanesischen Front teilte die israelische Armee am Samstag mit, sie habe drei Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet, während ein Soldat bei einem Nahkampf mit Militanten mittelschwer verletzt worden sei. In der Zwischenzeit berichtete die iranische Staatsagentur IRNA unter Berufung auf die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) über die angebliche Zerstörung von drei amerikanischen F-35-Kampfjets in Jordanien, wie Ateobreaking berichtet. Diese Behauptung wurde von anderen Quellen nicht bestätigt, und es ist anzumerken, dass sie aus iranischen Staatsmedien stammt, was die Möglichkeit einer propagandistischen Dimension der Meldung eröffnet.