Italien unter Rotem Alarm: Extreme Hitze von Triest bis Palermo
Die Temperaturen nähern sich gefährlich der 40-Grad-Marke, und die Behörden rufen die Bürger dazu auf, die Sonne in der heißesten Tageszeit zu meiden.
Die Temperaturen nähern sich gefährlich der 40-Grad-Marke, und die Behörden rufen die Bürger dazu auf, die Sonne in der heißesten Tageszeit zu meiden.
Italien steht vor einer verheerenden Hitzewelle, die für insgesamt 27 Großstädte die höchste Warnstufe, die rote Alarmstufe, ausgelöst hat. Die extremen Temperaturen erstrecken sich von Triest im Norden bis Palermo im Süden des Landes und nähern sich gefährlich der 40-Grad-Marke.
Berichten zufolge galt die rote Warnung zunächst für 25 Städte, wurde aber inzwischen um zwei weitere erweitert. Diese höchste Warnstufe signalisiert, dass langanhaltende extreme Temperaturen eine direkte Gefahr für die Gesundheit der gesamten Bevölkerung darstellen.
Auf der Liste der gefährdeten Städte stehen nahezu alle größeren urbanen Zentren, darunter Turin, Bozen, Mailand, Genua, Venedig, Verona, Triest, Bologna, Florenz, Perugia, Rom, Neapel, Ancona, Pescara, Bari, Campobasso, Reggio Calabria, Palermo und Cagliari sowie Catania, Messina, Brescia, Viterbo, Latina, Rieti, Frosinone und Civitavecchia.
Die Folgen dieser extremen Wetterlage sind bereits jetzt tragisch. Die Berichte über die Zahl der Todesfälle gehen auseinander: Klix.ba meldet, dass die Hitze in den letzten Tagen vier Menschenleben gefordert hat, während die Anadolu Agency von drei Todesfällen berichtet, die vermutlich mit der extremen Hitze in Verbindung stehen.
Neben der Gefahr für Menschenleben hat die Gluthitze auch die Dürre im Tal des Po dramatisch verschärft. In den Regionen Piemont und Lombardei haben mehr als hundert Städte ernsthafte Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung und sind gezwungen, Tankwagen für die Lieferung von Trinkwasser einzusetzen.
Meteorologen prognostizieren, dass diese Hitzewelle mindestens weitere sieben Tage anhalten wird. Lorenzo Giovannini, Atmosphärenphysiker an der Universität Trient, betont, dass diese Extreme direkt auf die vom Menschen verursachte Klimakrise zurückzuführen sind, die Hitzewellen deutlich länger und intensiver macht.
Um weitere Gesundheitsrisiken zu vermeiden, appellieren die zuständigen Behörden an die Bürger, direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 18 Uhr zu meiden und sich, wann immer möglich, in Innenräumen aufzuhalten.