Der ehemalige Mittelfeldspieler von Hajduk, Anthony Kalik, hat einen neuen Verein gefunden, und zwar bei dem Klub, der am Dienstagabend in der Qualifikation zur Champions League auf Dinamo trifft. Der 28-Jährige unterschrieb beim litauischen Klub Kauno Žalgiris, der von Dinamos Ex-Trainer Željko Sopić trainiert wird.
Laut Dalmacija News wechselt Kalik ablösefrei zu den litauischen Meistern, der Transfer wurde kurz vor dem ersten Spiel der dritten Qualifikationsrunde gegen die Zagreber "Modri" abgeschlossen. Der gelegentliche australische Nationalspieler verließ Hajduk am Ende der letzten Saison und hat nun die Gelegenheit, dem ehemaligen Rivalen das Leben schwer zu machen.
Kovačević: "Žalgiris ist nicht ohne Grund hier"
Dinamos Trainer Mario Kovačević machte auf der Pressekonferenz keinen Hehl aus seinem Respekt vor dem Gegner und betonte die kroatische Präsenz im litauischen Lager als zusätzlichen Faktor der Vorsicht. "Ich bin nicht davor weggelaufen, dass wir Favoriten sind, aber das müssen wir auf dem Platz zeigen. Žalgiris ist nicht ohne Grund hier, sie haben gute Spieler, sind eine ernsthafte Mannschaft und haben unseren Trainer, der uns gut kennt. Viel hängt von uns ab, ich glaube, dass wir morgen schon besser sein werden, und wenn nicht, dann können wir durchaus Probleme bekommen", so Kovačević.
Der Coach der "Modri" äußerte sich auch zum Zustand der Mannschaft und bestätigte, dass alle Spieler zur Verfügung stehen. "Was den Kader betrifft, ist alles gut. Zajc hatte kleine Probleme, aber er hat trainiert, und ich glaube, dass alle zur Verfügung stehen werden. Wir müssen uns von Spiel zu Spiel steigern, ich glaube, dass wir am Dienstag noch besser sein werden", fügte Kovačević gegenüber HRT hinzu.
Valinčić: "Erst in Maksimir gewinnen"
Aus Spielersicht kündigte Moris Valinčić, der Held der vorherigen Runde gegen Thun, das Duell an. Der junge Mittelfeldspieler ist sich der Bedeutung des Spiels bewusst, aber auch der Gefahr, zu früh über ein mögliches Play-off nachzudenken. "Wir müssen zuerst in Maksimir gewinnen, dann in Litauen, dann in der Meisterschaft. Das ist noch weit weg, wir müssen nicht hetzen, wir müssen den Gegner gut analysieren und die Köpfe vorbereiten", sagte Valinčić.
Er äußerte sich auch zu den Gerüchten über einen möglichen Transfer, betonte jedoch, dass der Fokus ausschließlich auf dem Platz liege: "Was Transfers betrifft, habe ich nichts dazu zu sagen, ich bin auf das Spiel fokussiert und darauf, weiterzukommen."
Viking wartet im Play-off: Geschichte, Abstieg und Renaissance
Sollte Dinamo die litauische Hürde überspringen, wartet im Play-off der Champions League der norwegische Klub Viking aus Stavanger, der in der letzten Saison nach 34 Jahren Durststrecke den Meistertitel holte. Die Renaissance des Klubs wird vom Trainerduo Bjarte Lunde Aarsheim und Morten Jensen angeführt, und auch der 33-jährige Kroate Zlatko Tripić hat in der Klubgeschichte seine Spuren hinterlassen, er erzielte in zwei Amtszeiten 70 Tore für Viking.
"Die Leute waren anfangs skeptisch, sie belächelten dieses Experiment und stellten Fragen, aber die beiden ließen sich nicht beirren. Sie wussten, welche Zusammenarbeit sie wollten, hielten an ihrem Plan fest und holten nach fünf Jahren den Meistertitel", beschrieb der Fußball-Podcaster Lars Risan gegenüber der BBC den Erfolg des ungewöhnlichen Trainerduos.
Viking ist ein Klub mit reicher Tradition, aber seine sechs von insgesamt neun Meistertiteln holte er zwischen 1972 und 1982. In dieser Zeit saßen auch große Namen wie Bill Foulkes, Überlebender des Flugzeugabsturzes von Manchester United in München, und später Roy Hodgson auf der Bank. Dennoch stieg der Klub 2017 unter Manager Ian Burchnall in die zweite Liga ab, bevor er Jahre später an die Spitze zurückkehrte. Der bekannteste Name der heutigen Mannschaft ist der 23-jährige Innenverteidiger Henrik Falchener, der einzige Nationalspieler im Kader, der bei der Weltmeisterschaft 2026 zum Einsatz kam, obwohl er derzeit verletzt ausfällt.
In der aktuellen norwegischen Meisterschaft liegt Viking, dessen Mannschaft laut Transfermarkt 47,5 Millionen Euro wert ist, nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter Bodø/Glimt. Im April deklassierten sie denselben Gegner in Stavanger mit 5:0, und den Titel sicherten sie sich in der letzten Saison mit einem 5:1-Sieg gegen Vålerenga am letzten Spieltag. Am Samstag besiegten sie den Tabellenletzten IK Start mit 3:0, was genug über ihre aktuelle Form aussagt.
Sollte Dinamo gegen Kauno Žalgiris ausscheiden, würde im Play-off der Europa League der Sieger des Duells zwischen Hradec Králové und Beşiktaş warten. Zur Erinnerung: Dinamo spielte 1988 im UEFA-Pokal gegen den türkischen Riesen und feierte in Maksimir einen 2:0-Sieg durch Tore von Radmilo Mihajlović.