Katamaran "Jelena" verbindet Zadar und Ancona wieder
Die neue Saisonlinie von Jadrolinija verkürzt die Überfahrt auf weniger als vier Stunden, mit fünf Abfahrten pro Woche.
Die neue Saisonlinie von Jadrolinija verkürzt die Überfahrt auf weniger als vier Stunden, mit fünf Abfahrten pro Woche.
Zadar und Ancona sind wieder durch eine schnelle Seeverbindung verbunden. Die legendäre "Liburnija" aus den sechziger Jahren wurde durch den modernen Katamaran "Jelena", das neueste Schiff in der Flotte von Jadrolinija, ersetzt. Die Reise, die einst Stunden dauerte, dauert jetzt weniger als vier Stunden.
Die neue Saisonlinie von Zadar in den italienischen Hafen Ancona fährt fünfmal pro Woche. Unter den ersten Passagieren befanden sich sowohl von Nostalgie getriebene als auch Touristen, die eine schnellere Überfahrt über die Adria wünschten. "Jetzt wiederhole ich das. Ich bin in Rente gegangen nach 40 Jahren Arbeit, und damals war ich noch Student, als ich fuhr", sagte der Passagier Glišo Klasnić gegenüber HRT und erinnerte sich an alte Zeiten.
Der italienische Tourist Davide hingegen betonte die praktischen Gründe für die Wahl genau dieser Verbindung. "Wir haben den Katamaran 'Jelena' von Jadrolinija wegen des Komforts und der Geschwindigkeit der Reise gewählt", sagte Davide gegenüber HRT.
Auf der Brücke begrüßte uns Kapitän Ivan Vulić, für den dies die erste internationale Linie ist. Er beschrieb die Herausforderungen, die mit der Navigation außerhalb des Küstenbereichs verbunden sind. "Es gibt keine großen Unterschiede, da die Navigationsregeln gleich sind. Die Bedingungen können sowohl in der Küstenschifffahrt als auch in der aktuellen anspruchsvoll sein. Der einzige Unterschied ist vielleicht, dass wir oft anspruchsvollere See erwarten, weil wir doch auf die hohe See, auf das offene Meer hinausfahren", erklärte Kapitän Vulić gegenüber HRT.
Die Linie ist auch von italienischer Seite wichtig. Guido Giambuzzi von der Agentur "Amatori" betonte die Bedeutung des gegenseitigen Interesses für das Überleben der Linie. "Es braucht einen zweiseitigen Strom, um eine stabile und sichere Linie zu haben. Deshalb hoffe ich, dass dies eine Probiersaison für ein langfristiges Projekt ist und wir uns nächste Saison wieder auf dem Katamaran sehen", sagte Giambuzzi gegenüber HRT.
Die historische Verbindung zwischen den beiden Küsten reicht Jahrhunderte zurück. Laut HRT gehörte zu den Erbauern von Ancona auch der gebürtige Zadar-Bürger Juraj Dalmatinac, was die lange Tradition des zweiseitigen Austauschs von Menschen und Ideen über die Adria bezeugt.