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Kolumbianerinnen in Split wegen Prostitution verurteilt

Fünf kolumbianische Staatsbürgerinnen wurden zu 10 Tagen Haft verurteilt, doch das Gericht ordnete die Rückgabe des beschlagnahmten Geldes an, da die Polizei die Beträge der illegalen Einnahmen nicht präzisiert hatte.

Foto: Wikipedia (Prostitucija)
Kurz gesagt
  • Fünf Kolumbianerinnen wurden in Sinj wegen Prostitution in Split zu 10 Tagen Haft verurteilt.
  • Das Gericht ordnete die Rückgabe des beschlagnahmten Geldes wegen eines Verfahrensfehlers der Polizei in der Tatbeschreibung an.
  • Die Verurteilten bestritten die Preise der Dienstleistungen und die Herkunft eines Teils des Geldes; sie wurden auch von den Verfahrenskosten freigestellt.

Fünf kolumbianische Staatsbürgerinnen im Alter von 21 bis 30 Jahren wurden vom Amtsgericht Sinj wegen Erbringung sexueller Dienstleistungen in einer gemieteten Wohnung in Split zu je 10 Tagen Haft verurteilt. Doch der Fall nahm eine unerwartete Wendung, als das Gericht anordnete, ihnen das gesamte vorläufig beschlagnahmte Geld zurückzugeben, wegen eines Verfahrensfehlers der Polizei.

Nach Informationen der Zeitung Jutarnji list handelt es sich um kolumbianische Staatsbürgerinnen mit den Initialen E. W. B., L. V. M. P., M. J. D. C. J., N. D. S. V. und M. P. E. S. Sie wurden im vergangenen Monat, im Juli 2026, auf frischer Tat ertappt, als Polizisten entdeckten, dass sie auf einer beliebten Begleit-Website inserierten, wo sie ihre Preisliste und Fotos veröffentlicht hatten. Damit hätten sie, so die Polizei, Artikel 12 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten gegen die öffentliche Ordnung und den Frieden verletzt.

Sie bestritten Preise und Herkunft des Geldes

Während des Prozesses legten die Kolumbianerinnen ihre Versionen der Ereignisse dar und bestritten die polizeilichen Angaben zu den Preisen der Dienstleistungen. Eine 26-Jährige erklärte, sie brauche keinen Verteidiger und sei nicht schuldig. "Es stimmt, dass wir uns über das Internet inseriert haben, aber für die Dienstleistung habe ich nicht 400 Euro pro Stunde verlangt, sondern 200. Übrigens bin ich Ende Juni nach Split gekommen und habe mich seitdem inseriert. Ich habe etwa 630 Euro verdient. Die Polizei hat mir insgesamt 1630 Euro und meinen Reisepass abgenommen", sagte sie, wie Jutarnji list berichtet.

Eine andere Kolumbianerin behauptete, dass ihr 550 Euro abgenommen wurden, ihr eigenes Geld, das sie nicht auf illegale Weise verdient habe. Die Jüngste unter ihnen, 21 Jahre alt, erklärte die Herkunft der beschlagnahmten 1600 Euro: "Die Hälfte dieses Geldes habe ich mit Sex verdient, den Rest hat mir ein Freund aus Madrid geschenkt." Sie fügte hinzu, dass sie ihre Dienstleistungen zwischen 150 und 200 Euro pro Stunde berechnet habe. Die beiden übrigen Kolumbianerinnen, die eine aufrichtige Freundschaft verbindet, erzählten ähnliche Geschichten.

Entscheidender Fehler in der Sachverhaltsschilderung

Obwohl die Richterin sie zu Haftstrafen verurteilte, traf das Gericht auch eine Entscheidung zugunsten der Verurteilten. Das gesamte vorläufig beschlagnahmte Geld muss ihnen zurückgegeben werden. Der Grund liegt in einem Versäumnis der Polizei, die in der Sachverhaltsschilderung der Tat nicht die genauen Beträge des Vermögensvorteils angegeben hatte, den jede von ihnen durch den Gesetzesverstoß individuell erzielt hatte. Darüber hinaus wurden sie auch von der Zahlung der Verfahrenskosten freigestellt.

Häufige Fragen
Warum ordnete das Gericht die Rückgabe des Geldes an die Kolumbianerinnen an? +
Das Gericht ordnete die Rückgabe des Geldes an, weil die Polizei in der Sachverhaltsschilderung der Tat nicht genau die Beträge des Vermögensvorteils angegeben hatte, den jede der Verurteilten durch illegale Arbeit erzielt hatte.
Zu welcher Haftstrafe wurden die kolumbianischen Staatsbürgerinnen verurteilt? +
Jede der fünf kolumbianischen Staatsbürgerinnen wurde wegen einer Ordnungswidrigkeit gegen die öffentliche Ordnung und den Frieden zu einer Haftstrafe von 10 Tagen verurteilt.
Wie bestritten die Kolumbianerinnen die polizeilichen Angaben? +
Sie bestritten die Preise ihrer Dienstleistungen und behaupteten, zwischen 150 und 200 Euro pro Stunde verlangt zu haben, nicht 400, wie von der Polizei angegeben. Sie behaupteten auch, dass ein Teil des beschlagnahmten Geldes aus legalen Quellen stamme, wie zum Beispiel einem Geschenk eines Freundes.

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