Die Geschichte, die vor einigen Monaten Kroatien bewegte, hat eine unerwartete und bittere Fortsetzung erhalten. Die Hündin Lou, die aus entsetzlichen Bedingungen im Gebiet der Učka gerettet und von Lana Lourdes Rupić, einer 19-jährigen Bauingenieurstudentin und amtierenden Miss Kroatien, adoptiert worden war, wurde ins Tierheim zurückgebracht. Die Nachricht löste eine Lawine der Kritik in den sozialen Medien aus, woraufhin sich Laninas Mutter, Mirela Rupić, mit ihrer Version der Ereignisse zu Wort meldete.
Von der rührenden Begegnung bis zur Rückkehr ins Tierheim
Mitte Mai 2026 erschütterte der Fall von der Učka die Öffentlichkeit, wo 47 lebende Hunde unter extrem schwierigen Bedingungen gefunden wurden. Unter ihnen war auch Lou, die mit ihrer Geschichte Lana Rupić, die Tochter des bekannten Schauspielers Goran Višnjić, besonders berührte. Lana erzählte damals gegenüber Glorija den entscheidenden Moment: "Als sie sich wie ein Teigschnecke in meinen Schoß kuschelte, abgemagert bis auf die Knochen und vielleicht nur eineinhalb Kilo schwer, wusste ich, dass ich nicht ohne sie gehen konnte. Als ob sie mir selbst gesagt hätte: 'Jetzt steh schön auf und nimm mich mit nach Hause'."
Doch Anfang August 2026 folgte der Schock. Vom Tierschutzverein Rijeka wurde bekannt gegeben, dass Lou zurückgebracht wurde. "Obwohl es uns schien, dass alles so war, wie es sein sollte und Lou ihre Menschen gefunden hatte, änderte sich über Nacht alles. Eigentlich, nach einem Anruf, statt den Adoptionsvertrag zu erfüllen, kam die Kleine zu uns ins Tierheim. Wir hatten nicht einmal Zeit, uns zu orientieren", schrieben die Freiwilligen. Besonders betonten sie die Schwere der Situation angesichts ihrer Vergangenheit: "Lou ist ein Welpe, der aus dem Horror von Učka kam. Dadurch ist diese Geschichte noch schwerer. Obwohl sie klein war, als sie von dort wegging, schmerzt es uns in der Seele, dass sie sich wieder um ein Zuhause kämpfen muss."
Mutter spricht über den brutalen Vorfall
Bislang hat das Tierheim keine konkreten Gründe für die Rückgabe veröffentlicht, doch Mirela Rupić entschied sich, ihre Sicht der Dinge öffentlich zu machen, nachdem sich zahlreiche Kritiken auf ihre Tochter ergossen hatten. "Diese Nachricht richte ich an alle, die sich in den Kommentaren auf meine Tochter gestürzt haben, ohne die Wahrheit zu kennen. Hier war der Grund ein brutaler Angriff auf unsere Katze, die Lou am Hals packte und zu würgen begann", schrieb Mirela.
Sie beschrieb auch die täglichen Anstrengungen, die sie in die Pflege der Hündin gesteckt hatten. "Wir kämpften täglich mit dem neuen Lebensstil, denn der Lebensraum war voller Fäkalien, weil der Hund mit Husten kam und nicht geimpft werden konnte, aber das war für uns nie ein Problem", behauptet Mirela. Nach ihren Worten eskalierten die Probleme, als Lou begann, spazieren zu gehen und Aggressionen gegenüber anderen Hunden, Kindern und Menschen zu zeigen, und der Höhepunkt war der Angriff auf die Katze. "Lou packte eine unserer zwei Katzen am Hals und begann sie buchstäblich zu würgen. Hätten wir nicht reagiert, hätten wir sie verloren", erklärte sie.
Mirela kritisierte auch das Tierheim scharf und behauptete, sie hätten keine rechtzeitige Hilfe erhalten. "Ist es menschlich, dass man vom Tierheim bei solchen ersten Anzeichen, dass etwas mit dem Verhalten des Hundes nicht stimmt, ignoriert wird?", fragte sie. Die Entscheidung zur Rückgabe, betont sie, hätten sie nicht leichtfertig getroffen: "Uns wird sicher niemand unsere anderen Tiere würgen. Das haben sie im Tierheim hinterhältig verschwiegen."
Öffentlichkeit gespalten: "Enttäuschung" und Fragen zur Verantwortung
Die Bekanntgabe der Rückkehr von Lou löste heftige Reaktionen aus. Während einige ihre Enttäuschung ausdrückten, verteidigten andere die Entscheidung der Familie. Eine Kommentatorin stellte in den sozialen Medien Mirelas Version der Ereignisse in Frage und erinnerte an das zuvor veröffentlichte Video: "Sehr seltsam, da Sie doch genau auf Ihrem Profil ein Video von Lou und der Katze gepostet haben, wie sie sich küssen und genießen."
Ein weiterer Kommentar war noch schärfer: "Niemand hat Sie gezwungen, sie zu adoptieren. Wenn Sie adoptieren, müssen Sie mit Problemen umgehen. Einen Trainer nehmen, was auch immer." Einige Nutzer zitierten auch frühere Aussagen von Lana Rupić, die betonte, dass "Hunde und Katzen keine Gegenstände sind, die wir zurücklassen können, wenn sie uns nicht mehr passen oder wenn wir in den Urlaub fahren. Sie sind auf uns angewiesen und vertrauen uns bedingungslos." Ein Kommentator fasste das Gefühl eines Teils der Öffentlichkeit zusammen: "Moment, war diese süße kleine Seele in allen Medien von Miss Kroatien Lana Rupić? Enttäuschung!! Hunde werden nicht für PR-Marketing adoptiert, sondern aus Liebe und Fürsorge für eine kleine Seele."
Mirela Rupić schließlich appellierte: "Bespuckt andere nicht, solange ihr die Wahrheit nicht kennt. Wir haben wirklich alles für den Hund getan, und dann der totale Schock, dass vor unseren Augen eine Katze ums Leben kam, weil derselbe Hund sie würgte." Während die Kontroverse andauert, suchen die Tierheim-Freiwilligen für Lou ein neues Zuhause, diesmal in der Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung: "Lou ist ein wunderschöner Krümel. Sie sucht ihre Menschen, diesmal für immer."