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Lasić vor dem neuen Wochenende: Niemand kann vorhersagen, ob sich der Kollaps wiederholen wird

Nach den Staus der letzten Woche mit einer 15 Kilometer langen Kolonne und 16 Stunden Wartezeit in Karasovići warnt der Gemeindevorsteher von Konavle vor der Notwendigkeit langfristiger Verkehrslösungen für den Süden Kroatiens.

Foto: Wikipedia (Debeli Brijeg)
Kurz gesagt
  • Das vergangene Wochenende war geprägt von 15 km langen Kolonnen und bis zu 16 Stunden Wartezeit am Grenzübergang Karasovići.
  • Vor dem neuen Wochenende fand eine Sitzung des Zivilschutzstabs statt, und es wurden Maßnahmen für den Fall wiederholter Staus vereinbart.
  • Gemeindevorsteher Lasić warnt, dass die Schnellstraße nicht am Flughafen enden darf und der Bau der Adriatisch-Ionischen Autobahn erforderlich ist.
  • Die Fertigstellung der Autobahn bis Dubrovnik ohne Lösung der Grenzprobleme könnte zu noch größerem Verkehrschaos führen.

Vor dem neuen Wochenende, nachdem Konavle am vergangenen Samstag und Sonntag durch einen beispiellosen Verkehrskollaps lahmgelegt wurde, hat der Gemeindevorsteher von Konavle, Božo Lasić, eine Sitzung des Zivilschutzstabs abgehalten. Ziel war es, Maßnahmen für den Fall zu vereinbaren, dass sich das Szenario mit 15 Kilometer langen Kolonnen und bis zu 16 Stunden Wartezeit am Grenzübergang Karasovići wiederholt.

Lasić erklärte gegenüber JUGInfo, dass es unmöglich sei, die Verkehrslage für die kommenden Tage mit Sicherheit vorherzusagen. "Wir können nicht wissen, wie die Lage sein wird. Es ist schwer, ein Prophet zu sein und vorherzusagen, was passieren wird, aber wir hoffen, dass die Staus geringer sein werden. Letztes Mal konnte das niemand vorhersagen. Die Hauptsaison begann plötzlich, die Menschen machten sich auf den Weg in den Urlaub, und es geschah, was geschah", sagte der Gemeindevorsteher.

Vereinbarte Maßnahmen und Appell an Montenegro

Der Gemeindevorsteher betonte, dass die lokale Selbstverwaltung nicht alle Faktoren beeinflussen kann, die zu den Staus führen, aber im Rahmen ihrer Befugnisse handeln kann. "Darauf können wir keinen Einfluss nehmen und auch nicht alles vorhersehen. Heute hatten wir eine Sitzung des Zivilschutzstabs und haben Maßnahmen vereinbart, die wir ergreifen können", sagte Lasić.

Er präzisierte, dass jeder seinen Teil der Arbeit erledigen werde, und äußerte die Hoffnung, dass auch mit den Verantwortlichen am Grenzübergang in Montenegro gesprochen werde. "Die Polizei wird ihren Teil der Arbeit erledigen, wir unseren, und ich hoffe, dass auch mit den Verantwortlichen am Grenzübergang in Montenegro gesprochen wird, damit sich die Situation der letzten Woche nicht wiederholt", so seine Botschaft.

Schnellstraße darf nicht am Flughafen enden

Mit Blick auf langfristige Lösungen wiederholte Lasić seine Haltung, dass das Projekt der Schnellstraße nicht am Flughafen Dubrovnik enden sollte. "Seien wir realistisch: Die Schnellstraße sollte auf keinen Fall am Flughafen enden, sondern bis zum Grenzübergang Debeli Brijeg, also Karasovići, führen", erklärte er. Als entscheidende Lösung sieht er erst den Bau der Adriatisch-Ionischen Autobahn, die seiner Meinung nach oberhalb von Konavle verlaufen und das Problem langfristig beseitigen sollte.

Warnung: Autobahn könnte noch größeres Chaos verursachen

Lasić richtete auch eine ernste Warnung bezüglich der Dynamik der Infrastrukturprojekte aus. Er ist der Ansicht, dass die Fertigstellung der Autobahn bis Dubrovnik vor der Lösung des Engpasses an der Grenze zu einem völligen Verkehrszusammenbruch führen könnte. "Wenn die Autobahn bis Dubrovnik fertiggestellt wird, bevor die Probleme auf dieser Strecke und am Grenzübergang gelöst sind, werden wir noch größere Staus haben. Das muss klar gesagt werden", betonte er. Er fügte hinzu, dass Dubrovnik völlig mit Fahrzeugen aus Richtung Župa dubrovačka und Konavle verstopft sein könnte, da alle Fahrer auf die neue Autobahn strömen würden.

Die Schengen-Herausforderung im Süden Kroatiens

Der Gemeindevorsteher von Konavle ging auch auf die besondere Position Kroatiens als Außengrenze des Schengen-Raums ein, die die Straßen im Süden zusätzlich belastet. "Offensichtlich ist der günstigste Weg nach Montenegro über Kroatien, und deshalb sollte man überlegen, wie dieser Verkehr zumindest teilweise entlastet werden kann", sagte Lasić. Er erinnerte daran, dass Fahrer aus der Schweiz, Deutschland, Österreich oder Italien bis Karasovići keinerlei Grenzkontrollen haben, was die Verkehrsintensität erheblich beeinflusst.

Häufige Fragen
Was geschah am vergangenen Wochenende in Konavle? +
Am vergangenen Wochenende kam es zu einem Verkehrskollaps mit einer 15 Kilometer langen Fahrzeugkolonne, und am Grenzübergang Karasovići wartete man bis zu 16 Stunden.
Was schlägt Gemeindevorsteher Lasić als langfristige Lösung für die Staus vor? +
Lasić befürwortet die Verlängerung der Schnellstraße bis zum Grenzübergang Debeli Brijeg, also Karasovići, sowie den Bau der Adriatisch-Ionischen Autobahn, die oberhalb von Konavle verlaufen soll.
Warum warnt Lasić davor, dass die Autobahn bis Dubrovnik die Staus verschlimmern könnte? +
Er ist der Ansicht, dass, wenn die Autobahn fertiggestellt wird, bevor der Engpass am Grenzübergang gelöst ist, alle Fahrer auf sie strömen und Dubrovnik völlig mit Fahrzeugen aus Richtung Župa dubrovačka und Konavle verstopfen würden.
Wie wirkt sich der Status Kroatiens als Außengrenze des Schengen-Raums auf den Verkehr aus? +
Fahrer aus Ländern wie der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien haben bis Karasovići keine Grenzkontrollen, was die Route durch Kroatien zur günstigsten und am stärksten belasteten für Reisen nach Montenegro macht.

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