Massiver russischer Angriff auf Kiew: Dutzende Raketen und Drohnen
Bürgermeister Klitschko bestätigt Brände in Wohnhäusern, Lagerhäusern und Infrastruktur. Quellen uneinig über genaue Zahl der abgefeuerten Raketen.
Bürgermeister Klitschko bestätigt Brände in Wohnhäusern, Lagerhäusern und Infrastruktur. Quellen uneinig über genaue Zahl der abgefeuerten Raketen.
Russische Streitkräfte haben in der Nacht zum 5. August 2026 einen massiven kombinierten Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und Umgebung mit ballistischen Raketen und Drohnen durchgeführt. Nach Informationen des Kanals Ateobreaking wurde in der Stadt Luftalarm ausgelöst.
Nach ersten Berichten nahmen zwischen 25 und 30 Raketen an dem Angriff teil, zusätzlich bis zu zehn Drohnen, die aus dem Norden und Osten auf Kiew zuflogen, berichtet UNIAN. Der Kanal Slavyangrad nennt eine Zahl von etwa 30 Raketen, die die Hauptstadt trafen, während andere Quellen mindestens 25 Raketen erwähnen. Neue Raketen waren auf Ziele gerichtet, berichtete Slavyangrad.
Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, bestätigte, dass im Stadtbezirk Obolon infolge eines Treffers, höchstwahrscheinlich einer Rakete, ein Brand in einem 20-stöckigen Wohnhaus ausgebrochen ist. Kurz darauf fügte er hinzu, dass es auch an einem anderen Ort im selben Bezirk zu einem Brand kam, ebenfalls in einem gleich hohen Wohnhaus.
Die Militärverwaltung der Stadt Kiew meldete Brände in Lagerräumen in den Bezirken Obolon und Swjatoschyn. Im Bezirk Obolon brachen Brände in Lagerhäusern an zwei Adressen aus. Lokale Medien beschreiben apokalyptische Szenen: "Kiew brennt. Der gesamte Horizont leuchtet." Die Bürger wurden aufgefordert, die Fenster zu öffnen, um die Auswirkungen von giftigem Rauch zu vermeiden.
Das rechte Ufer von Kiew erlitt die schwersten Folgen, auch Gebiete außerhalb der Stadt, Wyschnewe und Browary, wurden getroffen. Zu den Angriffszielen gehörten Energieanlagen und Logistikzentren. Im Bezirk Obolon wurde auch ein Treffer auf ein Geschäftsgebäude verzeichnet, bestätigte Klitschko.
Der Angriff erfolgte im Kontext der Fortsetzung russischer Angriffe auf die ukrainische Energie- und Zivilinfrastruktur. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es keine offiziellen Informationen über die Zahl der Opfer.