Miguel Olmo, Vater des Weltmeisters mit Spanien Dani Olmo, gab ein ausführliches Interview dem Journalisten von Sportske novosti, Davorin Olivari, in dem er über die Bedeutung von Dinamo in der Karriere seines Sohnes, die Lage in der kroatischen Liga und die Rolle von Zvonimir Boban sprach. Das Interview wurde am Donnerstag, dem 7. August 2026, veröffentlicht.
Dani Olmo, der 2026 mit der spanischen Nationalmannschaft Weltmeister wurde, befindet sich derzeit in einer Fußballpause, und seine Rückkehr auf die Plätze im Trikot von Barcelona wird bald erwartet.
Dinamo als Sprungbrett für Träume
Miguel Olmo sparte nicht mit Lob für den Zagreber Klub. "Dinamo ist für Dani alles! Das ist der Klub, wo er sich entwickelt hat, wo er gelernt hat, unter Druck zu bestehen, wo er zu dem Fußballer geformt wurde, der er heute ist", sagte Olmo gegenüber Sportske novosti. Er fügte hinzu, dass sein Sohn von Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft geträumt habe, und genau das habe ihm Dinamo ermöglicht.
"Er hat gelernt, dass Fußball, wie das Leben, nicht immer dort beginnt und endet, wo man träumt. Jeder wählt seinen Weg zur Verwirklichung seiner Träume, und bei ihm geschah das über Dinamo", zitiert 24sata seine Worte.
Kroatischer Kampfgeist und Dinamos Dominanz
Der Vater des ehemaligen Dinamo-Juwels betonte, was seinem Sohn in Kroatien besonders gefallen habe. "Besonders gefiel ihm, wie nicht nur bei Dinamo, sondern allgemein kroatische Sportler kämpfen, dieser Wettbewerbsgeist, diese Haltung 'niemals aufgeben, keine Kapitulation' hat ihn begeistert. Dieser kroatische Kampfgeist, diese Ausdauer und Beharrlichkeit", sagte er.
Als Trainer hat Miguel Olmo nur lobende Worte für die Infrastruktur des Klubs. "Dinamo ist der größte Klub in Kroatien. Er hat alles. Er dominiert den Spielermarkt und die nationalen Wettbewerbe, er hat eine fantastische Jugendakademie, die zu den besten in Europa gehört. Die kroatische Liga ist eine hervorragende Bühne für junge Talente, ein Wettbewerb, wo sie entdeckt und entwickelt werden können", erklärte er.
Dennoch fand er auch einen Kritikpunkt. Als Hauptmangel des kroatischen Fußballs sieht er "das Fehlen einer größeren Opposition gegen Dinamos Dominanz" und die Tatsache, dass sich andere Klubs nicht konsequenter und entschlossener um den Meistertitel bemühen.
Wehmut um Kroatien und Gvardiol auf der Bank
Miguel Olmo äußerte sich auch zum Abschneiden Kroatiens bei der Weltmeisterschaft 2026. "Ich hätte mir gewünscht, dass Kroatien weitergekommen wäre. Sie haben alles gegeben", sagte er. Besonders schwer sei es ihm gefallen, Joško Gvardiol auf der Bank zu sehen. Er beschrieb ihn als "einen der besten Verteidiger der Welt" und zeigte sich verwundert, dass er im gegebenen Moment nicht für sein Land spielte.
Boban bringt eine glänzende Zukunft
Auf die Feststellung, dass sich Dinamo mit der Ankunft von Zvonimir Boban auf die Barcelonas Fußballschule gestützt habe, antwortete Miguel Olmo verneinend. "Ich glaube nicht, dass Dinamo von Barcelona abhängig ist. Zvonimir Boban ist eine Legende des kroatischen und weltweiten Fußballs, ein großer Kenner der Funktionsweise von Eliteklubs mit hoher Leistungsfähigkeit, und er legt die Grundlagen für eine noch schönere Zukunft von Dinamo", schloss Olmo.