Zoran Milanović, der Präsident der Republik Kroatien, übermittelte in Knin Glückwünsche zum Tag des Sieges und der Heimatdankbarkeit sowie zum Tag der kroatischen Verteidiger und betonte dabei die tiefe Verflechtung des Kampfes der Kroaten auf beiden Seiten der Grenze. "Die Kroaten in BiH und Kroatien führten einen gemeinsamen und untrennbaren Krieg", erklärte Milanović, wie Vrisak.info berichtet.
Der Präsident dankte den Verteidigern, ihren Familien und allen, die zur Verteidigung des Landes beigetragen haben. Er erinnerte auch an den Brauch aus dem Jahr 2012, wonach zu Beginn der Feierlichkeiten im Namen der Verteidiger einer der unmittelbaren Teilnehmer der Kriegsoperationen das Wort ergreift.
Čović: Ein Sieg mit starker Resonanz in BiH
An der Feier zum 31. Jahrestag der Operation Oluja nahm auch eine Delegation des Kroatischen Volkskongresses (HNS) BiH, der Dachorganisation der kroatischen Parteien, teil. Dragan Čović, der Vorsitzende des HNS, bezeichnete die Operation Oluja als Symbol der Freiheit, der Einheit und der Stärke der Verteidiger und fügte hinzu, dass sie das Kräfteverhältnis auf den Schlachtfeldern in Bosnien und Herzegowina entscheidend verändert habe.
"Dieser Sieg hatte auch für Bosnien und Herzegowina eine starke Bedeutung, insbesondere für das kroatische Volk, das in den schwersten Jahren denselben Kampf, dasselbe Opfer und dieselbe Hoffnung teilte", so Čović.
Von Oluja bis zum Dayton-Abkommen
Ilija Cvitanović, der Vorsitzende der HDZ 1990, erklärte, dass die Operation Oluja einen entscheidenden Beitrag zur Beruhigung des Konflikts und zur Schaffung der Voraussetzungen für das Ende des Krieges in BiH geleistet habe. Besonders hob er die enorme Rolle der Kroaten aus Bosnien und Herzegowina hervor.
"Die Operation Oluja ist nicht nur ein großartiger militärischer Sieg, sondern ein dauerhaftes Symbol für Mut, Einheit und unerschütterliche Entschlossenheit der kroatischen Verteidiger. Mit besonderem Respekt gedenken wir auch des unermesslichen Beitrags der Kroaten aus Bosnien und Herzegowina, die Seite an Seite mit den kroatischen Verteidigern an der Verteidigung des kroatischen Volkes und der Schaffung von Frieden beteiligt waren", sagte Cvitanović.
Die militärisch-polizeiliche Operation Oluja war nicht nur ein entscheidender Triumph im Heimatkrieg, sondern ebnete auch den Weg für weitere Offensiven der Kroatischen Armee (HV) und des Kroatischen Verteidigungsrates (HVO) auf dem Territorium von BiH. Während der Operation Maestral, die in Koordination mit der bosniakischen Armee von BiH durchgeführt wurde, wurde ein großer Teil Westbosniens befreit. Im weiteren Verlauf erreichten die Einheiten der HV und des HVO mit der Aktion Južni potez (Südlicher Vorstoß) die Nähe von Banja Luka. Diese militärischen Erfolge zwangen die serbische Seite in BiH an den Verhandlungstisch und ermöglichten die Unterzeichnung des Dayton-Friedensabkommens im November 1995.