Die Fußballer von Dinamo haben sich auf dramatische Weise für die 3. Qualifikationsrunde der Champions League qualifiziert, indem sie das Schweizer Team Thun besiegten, und heute Abend eröffnen sie im Maksimir-Stadion die neue Saison der SuperSport HNL gegen Slaven Belup. Genau vor diesem Duell gab Kapitän Josip Mišić ein großes Interview für Sportske novosti, das von Tportal und Dnevno.hr übernommen wurde, in dem er offen über das europäische Hin- und Rückspiel, den Besuch von Zvonimir Boban in der Kabine und seinen eigenen Wunsch, den Verein im vergangenen Sommer zu verlassen, sprach.
Die Schweizer Kampfkraft machte ihnen zu schaffen
Mišić gab zu, dass die Mannschaft gegen Thun, das einen spezifischen Fußball spielte, nicht auf optimalem Niveau war. "Man kann von ihnen nicht erwarten, dass sie das Spiel durch Pässe aufbauen, sie spielen lange Bälle, kämpfen um zweite Bälle und sind darin sehr stark. Es war schwer für uns, wir haben uns nicht am besten an ihren Stil angepasst", sagte er gegenüber Sportske novosti. Dennoch betonte er, dass das Weiterkommen am wichtigsten sei. "Es war nicht ideal, es war stressig, schwierig, aber man muss auch realistisch sein: Wir hatten in der Qualifikation sowohl gegen Shkupi als auch gegen Valur Probleme, und Thun ist eine deutlich bessere Mannschaft als diese", fügte er hinzu.
Boban ohne erhobene Stimme, aber mit einer klaren Botschaft
Einen Tag nach der Wende erregte das Auftauchen von Sportdirektor Zvonimir Boban in der Kabine große Aufmerksamkeit. Mišić verrät, dass die Botschaften nicht grob waren, aber direkt. "Ja, aber es gab keine erhobenen Stimmen. Er kam, um uns klar zu machen und einzuschärfen, dass die Vorstellung nicht gut war und dass wir uns dessen alle bewusst sein müssen. Dass wir mehr geben müssen", erzählte der Kapitän. Bobans Einfluss, fügt er hinzu, geht weit über seine Funktion hinaus. "Es geht nicht nur um seine Position, sondern um seine Persönlichkeit. Seine Erscheinung wirkt stark auf die ganze Mannschaft, er sendet klare und konkrete Botschaften", sagte er.
Er dachte an einen Abschied, Boban hielt ihn
Den vergangenen Sommer prägte der massenhafte Abgang von Spielern aus Dinamo, und Mišić gibt zu, dass auch er in deren Fußstapfen treten wollte. "Mir ging viel durch den Kopf. Als ich sah, wie viele Spieler gehen, wollte auch ich gehen", verriet er. Eine Schlüsselrolle bei seinem Verbleib spielte ausgerechnet Boban. "Ich habe viel mit Zvone Boban gesprochen. Er hat mich überzeugt, dass es am besten ist, zu bleiben und dass ich Dinamo noch viel helfen kann. Ich denke, das war eine ausgezeichnete Entscheidung", betonte er. Heute fühlt er sich mit der Mannschaft, die sich nach dem Umbau stabilisiert hat, großartig. "Ich genieße es, Kapitän dieser Jungs zu sein", schloss Mišić.