Nach der mikrobiologischen Verunreinigung, die am 30. Juli 2026 zu einer Badeverbotsempfehlung am Strand Bilin žal in Lumbarda führte, ist das Meer wieder zum Baden geeignet. Dies bestätigte gegenüber dem Portal JUGInfo die Leiterin der Abteilung für Umwelt des Instituts für öffentliche Gesundheit der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva, Dolores Grilec, dipl. Ing. Chemie, nachdem die Ergebnisse der am Wochenende entnommenen Proben eingetroffen waren.
"Eine Kollegin hat sowohl am Samstag als auch am Sonntag Proben entnommen. Beide Ergebnisse sind in Ordnung. Heute wurde eine weitere Probe entnommen, die sich auf dem Weg zum Labor in Dubrovnik befindet, wo sie analysiert wird. Die Ergebnisse werden auf der offiziellen Website des Instituts veröffentlicht, sobald sie vorliegen", erklärte Grilec am Montag, dem 3. August 2026.
Strenge Prozedur vor Aufhebung der Warnung
Obwohl das Meer bereits seit Tagen sauber ist, wird die Warnung nicht automatisch aufgehoben. Die Vorschriften verlangen wiederholte Probenahmen und Laboranalysen, um sicherzustellen, dass die Bakterienwerte wieder innerhalb der zulässigen Grenzen liegen. Erst wenn aufeinanderfolgende Ergebnisse die zufriedenstellende Qualität bestätigen, wird die Verunreinigung offiziell für beendet erklärt und die Warnung auf den Internetseiten des Systems aufgehoben.
Grilec erläutert, dass für die Analyse des Bakteriums Escherichia coli eine Inkubationszeit von 24 Stunden erforderlich ist, während die Ergebnisse für intestinale Enterokokken nach 48 Stunden vorliegen. Wenn auch die letzte, am Montag entnommene Probe in Ordnung ist, wird erwartet, dass die Warnung vor kurzfristiger Verunreinigung am Mittwoch, dem 5. August 2026, aufgehoben wird.
Werte in Tausenderbereichen gemessen
Der erste Befund Ende Juli zeigte extrem hohe Konzentrationen fäkaler Bakterien. Der Grenzwert für Escherichia coli liegt bei 300 Bakterien, für intestinale Enterokokken bei 200, während die Werte am Bilin žal in Tausenderbereichen gemessen wurden. Deshalb führte das Institut sofort zusätzliche Probenahmen an drei Standorten durch, obwohl routinemäßig Proben an ein oder zwei Stellen entnommen werden.
"Das Meer im gesamten Gebiet muss eine zufriedenstellende Qualität aufweisen. Es ist nicht entscheidend, ob die Probe einige Meter links oder rechts vom Probenahmepunkt entnommen wird. Bei so hohen Bakterienkonzentrationen ändern solche kleinen Entfernungen das Gesamtbild nicht", erklärte Grilec.
Trotz der alarmierenden Zahlen warnt die Leiterin davor, das Gesundheitsrisiko ausschließlich anhand dieser Zahlen zu bewerten. "Jede mikrobiologische Verunreinigung kann ein Risiko darstellen. Ob jemand gesundheitliche Beschwerden entwickelt, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, vom Immunstatus der Person, der Art des Badens, ob eine offene Wunde vorhanden ist oder ob Wasser in Augen oder Ohren gelangt. Deshalb wollen wir durch die bloße Nennung von Zahlen keine zusätzliche Beunruhigung erzeugen", betonte sie.
Vermutung: Einmalige Einleitung aus einer Klärgrube
Die offizielle Ursache der Verunreinigung wird noch ermittelt, aber die fachliche Vermutung deutet auf eine lokale, einmalige Quelle von Fäkalwasser hin. "Da wir bereits am Samstag keine erhöhten Bakterienkonzentrationen mehr festgestellt haben, gehe ich davon aus, dass es zu einer einmaligen Einleitung kam, beispielsweise aus einer schwarzen, also einer Klärgrube. Das ist jedoch eine fachliche Vermutung und keine offiziell festgestellte Ursache", merkte Grilec an.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Verunreinigung von Kreuzfahrtschiffen oder anderen Wasserfahrzeugen stammt. "Im Meer gibt es einen sehr großen Verdünnungsfaktor. Solche Werte, wie wir sie hier gemessen haben, deuten meist auf eine Quelle im unmittelbaren Küstenbereich hin, also auf ein lokales Leck oder eine Einleitung. Ich erinnere daran, dass die Probenahmen am 2. und 16. Juli eine einwandfreie Wasserqualität ergaben. Ob es sich um dieselbe Quelle oder um eine andere einmalige Einleitung handelt, lässt sich derzeit nicht mit Sicherheit sagen", schloss Grilec gegenüber JUGInfo.