Hoffnung auf US-Iran-Abkommen hält Ölpreise unter 80 Dollar
Terminkontrakte für Brent und WTI verzeichnen Rückgänge, während Anleger die Fortschritte der Verhandlungen zur Öffnung der Straße von Hormus aufmerksam verfolgen.
Terminkontrakte für Brent und WTI verzeichnen Rückgänge, während Anleger die Fortschritte der Verhandlungen zur Öffnung der Straße von Hormus aufmerksam verfolgen.
Die Ölpreise an den Weltmärkten setzten am Donnerstag ihren Abwärtstrend fort, angetrieben durch Fortschritte in den Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman. Anleger warten gleichzeitig vorsichtig auf Anzeichen eines möglichen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran sowie auf konkrete Fortschritte bei der Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
Die Terminkontrakte für Brent-Öl, den globalen Referenzwert, fielen um 33 Cent bzw. 0,42 Prozent auf 79,12 US-Dollar pro Barrel. Das amerikanische Öl West Texas Intermediate (WTI) verzeichnete einen etwas stärkeren Rückgang von 42 Cent, was einem Rückgang von 0,56 Prozent entspricht, auf 74,80 Dollar pro Barrel. Am Vortag, am Mittwoch, schloss Brent mit einem leichten Anstieg, während WTI nur einen minimalen Rückgang verzeichnete.
Die Hoffnung auf erfolgreiche Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hält die Ölpreise unter der psychologischen Grenze von 80 Dollar pro Barrel. Zur Erinnerung: Nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump Verhandlungen mit dem Iran angekündigt hatte, fielen die Ölpreise um mehr als fünf Prozent, einer der bedeutendsten Tagesrückgänge der letzten Zeit.
Ray Attrill, Analyst bei der National Australia Bank, erklärte gegenüber Financije.hr die aktuelle Stimmung am Markt: "Der Markt befindet sich weitgehend in einer Phase des Abwartens und Beobachtens. Wir haben derzeit nicht die Volatilität am Ölmarkt, die in den letzten Tagen und Wochen der Haupttreiber war." Attrill fügte hinzu, dass die Märkte nun darauf warten, ob es überhaupt zu einer Einigung kommt.
Ein Schlüsselelement, das zur Beruhigung der Preise beiträgt, ist auch der Fortschritt bei den bilateralen Gesprächen über Seerouten. Das iranische Außenministerium erklärte am Donnerstag, dass die Verhandlungen mit Oman über die Einrichtung einer neuen Route für Schiffe in der "Endphase der Abstimmung" seien. Nach Berichten US-amerikanischer Medien sieht die neue Vereinbarung vor, dass Schiffe, die in den Persischen Golf einfahren, eine Route durch iranische Hoheitsgewässer nehmen würden.
Diese Verhandlungen gelten als entscheidender Schritt zur Deeskalation der Spannungen und zur möglichen vollständigen Öffnung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Arterien der Welt für den Öltransport. Obwohl die Situation keinen direkten Einfluss ausschließlich auf Kroatien hat, wirken sich die Stabilisierung des globalen Energiemarktes und ein potenzieller Rückgang der Energiepreise direkt auf die europäische und damit auch auf die kroatische Energiesicherheit und die Preise für Endverbraucher aus.