Nautiker 'besetzen' das Paradies auf Hvar
Leser von Morski empört über die Praxis, ganze Buchten und Strände zu besetzen, fordert strengere Regeln und Aufklärung der Nautiker.
Leser von Morski empört über die Praxis, ganze Buchten und Strände zu besetzen, fordert strengere Regeln und Aufklärung der Nautiker.
Die Praxis, dass Nautiker ganze Buchten und Strände besetzen, ist an der kroatischen Küste Alltag geworden, und das neueste Beispiel kommt von der Insel Hvar. Ein Leser des Portals Morski hat ein Foto geschickt, das dieses Problem veranschaulicht und am Montag, dem 3. August 2026, gegen 15 Uhr aufgenommen wurde.
Das Foto zeigt die Bucht Čisti Dolac, die sich direkt am Eingang von Tiha auf der Nordseite von Hvar befindet. Darauf ist ein einzelner Katamaran zu sehen, der mitten in der Bucht vor Anker liegt, was den Eindruck erweckt, als gehöre dem Besitzer die gesamte Küste.
Der empörte Leser zitiert im Begleittext ein altes Volkssprichwort: "Der Frosch sah, wie das Pferd beschlagen wurde, und hob auch sein Bein." Er fügt hinzu, dass es scheint, als hätten auch verschiedene Nautiker diese Praxis übernommen.
Das öffentliche Gut ist per Definition öffentlich und für alle zugänglich, aber in der Realität verhalten sich Nautiker, insbesondere die mit größeren Booten, oft so, als wären ihre "privaten Buchten" mit der Bootsmiete gekauft worden. Obwohl einige argumentieren könnten, dass es sich um einen Einzelfall handelt oder dass Nautiker für Liegeplätze zahlen, rechtfertigt das nicht die Besetzung von Raum auf eine Weise, die anderen den Zugang unmöglich macht.
Dieses Verhalten wirft die grundsätzliche Frage auf, ob strengere Vorschriften und Kontrollen für das öffentliche Gut notwendig sind, sowie die Notwendigkeit, Nautiker über Ethik und verantwortungsvolles Verhalten auf See aufzuklären. Bis diese Fragen gelöst sind, werden die Bürger weiterhin mit Szenen wie dieser aus der Bucht Čisti Dolac konfrontiert, die eine breitere und tief besorgniserregende Dynamik symbolisieren.