Das Problem des Falschparkens vor dem Gebäude in der Županijska-Straße 4 in Osijek reißt nicht ab. Autos, die an diesem Ort unerlaubt anhalten, blockieren regelmäßig eine der meistbefahrenen Straßenbahnlinien der Stadt und verursachen Behinderungen, die sich auf das gesamte öffentliche Verkehrsnetz auswirken. In dem Gebäude befinden sich unter anderem das Standesamt, der Sitz der Gespanschaft und eine Außenstelle der Steuerverwaltung.
Besorgniserregende Zahlen
Nach Angaben der Polizeidirektion Osijek-Baranja wurden in den letzten fünf Jahren an dieser Adresse insgesamt 52 Verstöße wegen Falschparkens registriert. Davon wurden im Zeitraum von 2021 bis Ende 2025 37 Verstöße festgestellt, während in den ersten sieben Monaten 2026 bereits weitere 15 hinzukamen. Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Besserung.
Die Polizeidirektion Osijek-Baranja betont gegenüber SiB.hr, dass sich die meisten Fälle direkt auf das Parken beziehen, das den Straßenbahnverkehr behindert. "Der größte Teil der registrierten Fälle betrifft das Parken auf den Straßenbahngleisen oder in deren unmittelbarer Nähe, wodurch der Verkehr der auf den Schienen fahrenden Fahrzeuge unmöglich gemacht wird", heißt es. Im gleichen Zeitraum von 2021 bis 2025 wurden 28 solcher Verstöße registriert, in den ersten sieben Monaten dieses Jahres weitere 11, was insgesamt 39 Verstöße wegen direkter Blockierung der Gleise ergibt.
Abschleppdienst im Einsatz
Wegen der Ernsthaftigkeit der Lage und der Blockierung der Straßenbahngleise musste die Polizei in diesem Jahr auch physisch eingreifen und Fahrzeuge entfernen lassen. "Allein in diesem Jahr wurde die Entfernung von insgesamt neun Fahrzeugen per Abschleppdienst von diesem Ort angeordnet", bestätigt die Polizei und weist darauf hin, dass sich diese Angabe ausschließlich auf Anordnungen der Beamten der Verkehrspolizeistation Osijek bezieht.
"Die genannten Daten beziehen sich ausschließlich auf Abschleppungen auf Anordnung der Polizeibeamten der Verkehrspolizeistation Osijek, während wir für die Aktivitäten der Verkehrs- und Kommunalpolizisten keine offizielle Aufzeichnung führen", erklärt die Polizeidirektion Osijek-Baranja.
Prioritäten bei der Überwachung
Auf die Frage, ob es eine verstärkte Überwachung genau an diesem kritischen Punkt gibt, antwortet die Polizei, dass ihre Beamten täglich, 24 Stunden am Tag, eine verstärkte Verkehrsüberwachung im engeren Stadtgebiet durchführen. Der Fokus liegt jedoch auf schwerwiegenderen Verstößen, die die Sicherheit direkt gefährden.
"Verstöße wegen Falschparkens, also Verstöße von ruhendem Verkehr, sind ebenfalls Gegenstand des Einschreitens, aber im Rahmen der verstärkten Überwachung haben Verstöße Priorität, die ein höheres Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen", erklären sie. Dabei erinnern sie daran, dass auch die Verkehrspolizisten der Stadt Osijek im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse die Aufsicht über unerlaubt haltende und parkende Fahrzeuge ausüben.
Was das die Fahrer kostet
Fahrer, die sich für Falschparken und das Blockieren von Straßenbahnen entscheiden, müssen mit mehreren Kosten rechnen. Für den Verstoß selbst, der in Artikel 82 Absatz 1 Punkt 3 des Straßenverkehrsgesetzes geregelt ist, ist eine Geldstrafe von 30 Euro vorgesehen. Wenn das Fahrzeug abgeschleppt wird, betragen die Kosten für die Entfernung 133 Euro. Doch damit nicht genug, wegen der verursachten Behinderung des Straßenbahnverkehrs kann der GPP (Öffentlicher Personennahverkehr) auch Schadensersatz fordern, dessen Höhe von der Dauer der Behinderung, der Anzahl der gestoppten Straßenbahnen, den Betriebskosten und dem entgangenen Gewinn abhängt.