Der Zoologische Garten der Stadt Zagreb hat Zuwachs bekommen: Vor zweieinhalb Wochen, um den 9. Juli, traf ein neues Paar afrikanischer Löwen ein, das künftig zu den Publikumslieblingen der Einrichtung zählen soll. Das Männchen Uganda stammt aus dem französischen Zoo Sigean, während die sechsjährige Löwin Tayri aus dem ungarischen Zoo Veszprém überstellt wurde. Dieser Transfer ist kein Zufall, sondern Teil einer koordinierten internationalen Schutzmaßnahme für die Art.
Teil eines internationalen Erhaltungsprogramms
Die in Zagreb eingetroffenen afrikanischen Löwen gehören der nördlichen Population an, die in freier Wildbahn als kritisch gefährdet gilt. Lebensraumverlust, Bejagung und die Zersplitterung natürlicher Verbreitungsgebiete haben zu einem drastischen Rückgang der Bestände in Afrika geführt. Genau deshalb beteiligen sich Zoos in ganz Europa an den EAZA-Programmen (European Association of Zoos and Aquaria), die internationale Nachzucht und den Erhalt gesunder Populationen in menschlicher Obhut koordinieren.
Bildung und Hoffnung für die Zukunft der Art
Die Ankunft von Uganda und Tayri im Zagreber Zoo ist weit mehr als eine neue Attraktion für Besucher. Die beiden Löwen stehen sinnbildlich für die weltweiten Bemühungen, das Aussterben der Art zu verhindern. Durch Tieraustauschprogramme zwischen dem französischen Sigean, dem ungarischen Veszprém und dem Zagreber Zoo sichern die Einrichtungen die genetische Vielfalt der Populationen und schaffen Reserven, die für die Zukunft der Art von entscheidender Bedeutung sein könnten. Das neue Paar ist für die Öffentlichkeit zugänglich und gibt Besuchern die Möglichkeit, diesen faszinierenden Tieren hautnah zu begegnen und mehr über die Bedeutung ihres Schutzes zu erfahren.