Von 12.500 zu seltenen Relikten: Zagrebs Telefonzellen
Vor der Ära der Mobiltelefone waren sie an jeder Ecke unverzichtbar, die erste wurde bereits 1889 am Zagreber Bahnhof aufgestellt.
Vor der Ära der Mobiltelefone waren sie an jeder Ecke unverzichtbar, die erste wurde bereits 1889 am Zagreber Bahnhof aufgestellt.
In Zeiten, als Mobiltelefone nicht zum Alltag gehörten, war der einzige Weg, außerhalb des Hauses zu telefonieren, die Suche nach der nächsten Telefonzelle. Heute sind sie fast vergessene Details des Stadtbildes, obwohl es einst allein in Zagreb mehr als 12.500 gab.
Nach Angaben von Hrvatski Telekom waren vor den 2000er Jahren in der gesamten Metropole mehr als 12.500 Telefonzellen aufgestellt. Heute sind sie zu einer echten Seltenheit geworden, und viele Passanten bemerken sie nicht einmal. Die Fotografin Lucija Ocko hat diese verbliebenen Exemplare festgehalten und zeugt vom Verschwinden eines Teils der urbanen Infrastruktur.
Die Geschichte der öffentlichen Telefonzellen in Kroatien reicht bis ins Jahr 1889 zurück, als die erste im Gebäude des Zagreber Hauptbahnhofs aufgestellt wurde. Fast vier Jahrzehnte später, 1928, mit der Inbetriebnahme der ersten automatischen Telefonzentrale in Zagreb, erschienen auf den Straßen Telefonzellen, die Münzen annahmen und eine neue Ära der Kommunikation einläuteten.
In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts wurden für Anrufe Telefonkarten verwendet, die viele auch sammelten. Vor etwa zehn Jahren begannen neue, digitale Telefonzellen aufzutauchen, doch auch sie konnten den alten Glanz nicht zurückbringen. Heute nutzt sie fast niemand mehr, sodass sie im Laufe der Zeit zu bloßen Relikten einer vergangenen Zeit geworden sind.