Landwirtschaftsbetrieb aus Turnašica verschenkt Zuckermais
Wegen völlig ausbleibender Abnahme und schwacher Nachfrage hat der Betrieb Povrće Nemet beschlossen, die Ernte an die Bürger zu verschenken, statt sie verkommen zu lassen.
Wegen völlig ausbleibender Abnahme und schwacher Nachfrage hat der Betrieb Povrće Nemet beschlossen, die Ernte an die Bürger zu verschenken, statt sie verkommen zu lassen.
Während viele heimische Erzeuger dieser Tage mit dem Absatz von Zuckermais kämpfen, hat eine Familie aus Turnašica einen radikalen Schritt unternommen. Der Betrieb Povrće Nemet gab am 6. August 2026 bekannt, dass er die gesamte diesjährige Ernte kostenlos an alle verteilen wird, die sie haben möchten, da es schlicht keine Käufer gibt.
- Dieses Jahr haben wir eine schöne Zuckermaisernte, aber leider gibt es keine Abnahme und die Nachfrage ist sehr gering. Statt die Ernte zu vernichten, haben wir beschlossen, sie allen zu schenken, die sie für ihren Haushalt möchten, erklärten die Betreiber in den sozialen Medien. Vom Familienhof bitten sie alle Interessierten, nach Turnašica zu kommen und so viel zu ernten, wie sie für den persönlichen Gebrauch benötigen.
Kommt einfach vorbei, wir schenken ihn von Herzen. Unser Ziel ist es, dass der Mais auf euren Tisch, in den Gefrierschrank oder in den Topf kommt, und nicht, dass er ungenutzt bleibt.
Der Beitrag löste in kürzester Zeit eine Welle positiver Reaktionen aus. Neben denen, die sofort ankündigten, vorbeizukommen, um kostenlosen Mais zu holen, äußerten zahlreiche Bürger in den Kommentaren ihre Unterstützung für die Familie Nemet. Sie betonten, wie niederschmetternd es sei, dass heimische Erzeuger mit qualitativ hochwertiger Ernte keinen gesicherten Absatz hätten. Viele appellierten, dass genau solche Situationen zeigen, warum man mehr heimische Produkte kaufen sollte, und teilten den Beitrag massenhaft, um die Nachricht so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.
Dieser ungewöhnliche Schritt hat erneut die drängenden Herausforderungen ins Bewusstsein gerufen, mit denen kroatische Gemüsebauern konfrontiert sind. Trotz investierter Mühe und qualitativ hochwertiger Produkte bleibt ohne gesicherte Abnahme und ausreichende Nachfrage regelmäßig ein Teil der Ernte unverkauft. Die Erzeuger sind daher oft gezwungen, alternative, oft verzweifelte Lösungen zu suchen, damit ihre Arbeit nicht in einem reinen Verlust endet.