Donau und Drau haben die niedrigsten Pegelstände seit Beginn der regelmäßigen hydrologischen Messungen erreicht, und dennoch bleibt die öffentliche Wasserversorgung in Kroatien weitgehend stabil, bestätigten am Donnerstag, dem 6. August 2026, die Kroatischen Gewässer (Hrvatske vode), wobei sie einräumten, dass die anhaltende Dürre und die hohen Temperaturen dennoch ihren Tribut an einzelnen Quellen fordern, wo die Zuflüsse deutlich zurückgegangen sind.
Historische Minusrekorde ohne Anzeichen einer Erholung
Der Generaldirektor der Kroatischen Gewässer, Zoran Đuroković, warnte direkt, dass die Situation Anlass zur Sorge gibt, gerade weil die Wetter- und Wasserprognosen keine Aussicht auf eine baldige Wende bieten. Für einen signifikanten Anstieg der Wasserstände, betonte er, seien reichlichere Regenfälle im gesamten Einzugsgebiet erforderlich, insbesondere flussaufwärts in Europa.
"An einzelnen Messstationen an Donau und Drau werden die niedrigsten Wasserstände seit Beginn der Messungen verzeichnet, und besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass es derzeit keine Anzeichen für eine signifikante Erholung gibt", erklärte Đuroković.
Bednja, Plitvica und die Schutzfunktion von Trakošćan
Im Gebiet der Gespanschaft Varaždin stehen die Flüsse Bednja, Plitvica und Drava unter ständiger Beobachtung. Die Bednja hat noch immer einen stetigen Fluss, und zusätzliche Sicherheit bietet der See Trakošćan, aus dem bei Bedarf gezielt Wasser abgelassen werden kann, um ökologisch verträgliche Durchflüsse aufrechtzuerhalten. An der Plitvica wurden jedoch extrem geringe Durchflüsse verzeichnet, was den Bedarf für das künftige Rückhaltebecken Grabušnica zusätzlich unterstreicht, das die biologischen Mindestabflüsse während Trockenperioden sichern und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaextremen erhöhen soll.
Die Kroatischen Gewässer überwachen täglich den Zustand der Wasserläufe, die Grundwasserstände und die Einleitstellen von geklärtem Abwasser, und die Feldteams begehen das Gelände häufiger, alles mit dem Ziel, die biologischen Mindestabflüsse zu erhalten und rechtzeitig zu reagieren, falls sich das hydrologische Bild weiter verschlechtert. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser ist zumindest derzeit nicht gefährdet.