Orešković: Schweigen der Regierung zu 'Za dom spremni' sendet eine Botschaft
Dalija Orešković kritisiert die Staatsführung scharf, weil sie sich auch 31 Jahre nach dem Krieg nicht vom Ustascha-Gruß bei der Feier zum Sturm distanziert.
Dalija Orešković kritisiert die Staatsführung scharf, weil sie sich auch 31 Jahre nach dem Krieg nicht vom Ustascha-Gruß bei der Feier zum Sturm distanziert.
Dalija Orešković, Kritikerin der Staatsführung, hat die Regierung scharf für das angeprangert, was sie als stillschweigende Duldung der Verbindung der Feierlichkeiten zur Militäroperation 'Sturm' mit dem Ustascha-Gruß 'Za dom spremni' betrachtet. Anlass für ihre Reaktion war die heutige Gedenkfeier zum Sturm am 5. August 2026, bei der Anhänger von Dražen Keleminec diesen verfassungswidrigen Gruß skandierten.
"Wären wir ein Rechtsstaat, könnten Keleminec und seinesgleichen heute bei der Feier zum Sturm nicht 'Za dom spremni' rufen. Drei Jahrzehnte sind vergangen, und unsere Staatsführung kann sich immer noch nicht zu einer sehr einfachen Frage klar positionieren", schrieb Orešković in einem Beitrag in den sozialen Medien.
Orešković erklärte, dass hinter den offiziellen und höflichen Reden der Regierung keinerlei Reaktion auf die Symbole des Ustascha-Regimes folgt, die auf Straßen, in Stadien und bei Konzerten auftauchen. In ihrem Beitrag betonte sie, dass genau dieses Schweigen eine starke Botschaft vermittelt.
"Da ist etwas in diesem Schweigen. Manchmal ist es das lauteste Geräusch, das man hören kann", sagte sie und deutete an, dass das Fehlen einer klaren Verurteilung durch die Staatsführung tatsächlich diejenigen ermutigt, die den umstrittenen Gruß verwenden.
Sie ging auch auf die häufigen Behauptungen ein, dass solche Erscheinungen einfach ignoriert werden sollten. Orešković ist der Ansicht, dass gerade die jahrelange Praxis des Ignorierens zu einem verzerrten Bild des Vaterländischen Krieges unter jungen Menschen geführt hat.
"Das Bild des Sturms ist heute das, das außerhalb des offiziellen Protokolls gesendet wurde. Ein Sturm, den wir mit dem Ustascha-Ruf aus dem Zweiten Weltkrieg geführt haben. Weil die Regierung es zulässt", schloss Orešković und spielte darauf an, dass durch die Passivität der Regierung in der Öffentlichkeit eine falsche Wahrnehmung über den Charakter des Vaterländischen Krieges entsteht.