Reisende, die sich an diesem Wochenende, dem 1. und 2. August 2026, auf den Weg nach Griechenland machen, müssen sich auf extrem anspruchsvolle Bedingungen auf der Strecke einstellen. Laut dem Portal Kurir.rs werden mehrstündige Wartezeiten an den Grenzübergängen erwartet, bei Temperaturen, die bis zu 40 Grad Celsius erreichen. Grund dafür ist eine Kombination mehrerer ungünstiger Faktoren, der traditionelle Touristenwechsel zu Monatsbeginn, der große Staatsfeiertag Ilinden in Nordmazedonien sowie die zusätzlichen Verfahren des neuen EES-Systems an den EU-Außengrenzen.
Milan Lainović von der Nationalen Vereinigung der Reisebüros (YUTA) und Generalsekretär des Verbands der Tourismusindustrie Serbiens betont gegenüber Kurir.rs, dass die Verkehrsfrequenz auf dem Höhepunkt ist:
"Die Verkehrsfrequenz ist hoch, in manchen Intervallen wartet man eine halbe Stunde, in anderen eine Stunde oder anderthalb, aber insgesamt erwarten wir keine größeren Probleme, wenn die Leute gut vorbereitet sind."
Warum ist gerade dieses Wochenende am kritischsten?
Kurir.rs nennt mehrere Schlüsselgründe. Das erste Augustwochenende markiert traditionell den Touristenwechsel, viele beenden ihren Urlaub im Juli, andere beginnen ihn im August. In diesem Jahr kommt der Ilinden am 2. August hinzu, ein großer Staatsfeiertag in Nordmazedonien. An diesem Tag strömen viele Bürger dieses Landes massenhaft nach Griechenland, was die Grenzübergänge Bogorodica und Evzoni zusätzlich belastet. Hinzu kommt eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad Celsius, und das EES-System verlängert weiterhin die Grenzabfertigungsverfahren.
Die schlimmsten Reisetage im August
Dieses Wochenende ist erst der Anfang, warnt Kurir.rs. Neben dem 2. August sollte man besonders den 15. August meiden, wenn in Griechenland Mariä Himmelfahrt (Velika Gospa) gefeiert wird, ein arbeitsfreier Tag, an dem Griechen massenhaft an die Küste fahren oder zurückkehren. Dann, am 28. August, ist wieder ein Feiertag in Nordmazedonien, sodass riesige Schlangen an den Übergängen Dojran und Evzoni erwartet werden. Erfahrungsgemäß sind der 1. und 15. eines Monats die schlimmsten Daten, da Reisebüros dann große Gästewechsel durchführen.
Tipps: Früh losfahren und geduldig sein
Lainović appelliert an Reisende, so früh wie möglich aufzubrechen, während die Temperaturen noch niedriger sind.
"Wir appellieren an die Reisenden, so früh wie möglich loszufahren, um Zeit zu gewinnen, solange die Temperaturen noch niedrig sind, denn dann sind etwaige Verzögerungen viel leichter zu ertragen",
so seine Botschaft. Er betont auch, dass der Gesundheitszustand der Menschen am wichtigsten ist:
"Uns ist am wichtigsten, dass es keine schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme gibt, der Gesundheitszustand der Menschen hat für uns oberste Priorität."
Er rät Reisenden, ausreichend Treibstoff und Wasser im Auto zu haben und geduldig zu sein. Was alternative Routen betrifft, merkt Lainović an, dass es derzeit keine wesentlich schnelleren Übergänge gibt:
"Die Navigation schickt einen dorthin, wo der geringste Stau ist, aber insgesamt ist es überall ähnlich, und es gibt dieses Wochenende keinen Übergang, der deutlich schneller passiert wird."
Umfahrung von Thessaloniki und digitale Hilfsmittel
Eine zusätzliche Herausforderung ist die Umfahrung um Thessaloniki, wo Bauarbeiten am Flyover-System im Gange sind. Kurir.rs empfiehlt, diesen Abschnitt zu Spitzenzeiten zu meiden: morgens von 7 bis 10:30 Uhr und nachmittags von 15 bis 19 Uhr. Zur Echtzeit-Verfolgung des Verkehrs stehen Fahrern die Seiten flyover.imet.gr und Borderalarm.com zur Verfügung, sowie Google Maps mit aktivierter Verkehrsanzeige. Der Automobilclub AMSS bietet ebenfalls Live-Kameras von den Übergängen, diese zeigen jedoch nur den Zustand an der serbischen Grenze, nicht in der Zwischenzone.
Ähnliche Staus gibt es auch auf anderen Routen; so dauert die Fahrt von Podgorica nach Tivat stundenlang, ebenso wie auf der Strecke über Bulgarien, die von türkischen Staatsbürgern und Touristen aus Rumänien stark genutzt wird. Daneben sind auch viele Reisende aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn unterwegs, was alle Übergänge zusätzlich belastet. Viele Touristen entscheiden sich daher, in Skopje oder Ohrid zu übernachten, um die Grenze in den frühen Morgenstunden zu erreichen.
Alles in allem kommt Kurir.rs zu dem Schluss, dass Staus unvermeidlich sind, aber mit guter Vorbereitung und Geduld das Schlimmste vermieden werden kann. Das Wichtigste ist, sicher am Urlaubsort anzukommen.