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Naturpark Telašćica erhält 2,5 Millionen Euro

Das Projekt im Wert von 2,54 Millionen Euro, von dem fast 2 Millionen aus EU-Fonds stammen, bringt ein revolutionäres Ankersystem, das den Meeresboden nicht zerstört.

Foto: Wikipedia (Park prirode Telašćica)
Kurz gesagt
  • Die kroatische Regierung hat ein Projekt im Wert von 2,54 Millionen Euro für ökologische Ankerplätze im Naturpark Telašćica genehmigt.
  • Die EU finanziert 78,7 Prozent des Betrags, also fast 2 Millionen Euro, über das Programm Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenhalt.
  • Das Projekt umfasst die Entfernung schädlicher Betonblöcke und die Installation geotechnischer Anker an 10 Standorten.
  • Eingeführt wird auch eine intelligente Überwachung mit Sensoren zur Erkennung illegaler Abwassereinleitungen sowie die Satellitenverfolgung von Schiffen.

Die kroatische Regierung hat in ihrer Sitzung am 6. August 2026 den Beschluss über den Abschluss eines Vertrags zur Gewährung von Zuschüssen für das Projekt des ökologischen Ankersystems im Naturpark Telašćica gefasst. Der Gesamtwert des Projekts beträgt 2.541.037,65 Euro, wobei der Europäische Fonds für regionale Entwicklung 1.999.796,63 Euro, also 78,7 Prozent der Mittel, im Rahmen des Programms Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenhalt 2021-2027 bereitstellt.

Der Beschluss über die Mittelvergabe wurde bereits im März 2026 gefasst, und die öffentliche Einrichtung Naturpark Telašćica hat kürzlich die Mitteilung des Ministeriums für Umweltschutz und grünen Wandel über den Beschluss der kroatischen Regierung erhalten. "Im Naturpark ist man stolz darauf, dass die Finanzierung ihres großen Projekts genehmigt wurde, und dankt dem gesamten Team der öffentlichen Einrichtung für die Mühe bei der Vorbereitung", berichtet die Zadarski list. Das Projekt wurde nach einem Jahr Vorbereitung am 11. Dezember 2025 eingereicht.

Posidonia unter dem Druck der Anker

Die Bucht von Telašćica ist als einer der attraktivsten Naturhäfen der Adria bekannt, doch der große Druck des Nautiktourismus und das unregulierte Ankern hinterlassen seit Jahren schwere Schäden am Meeresboden. Schwere Anker und Ketten zerstören mechanisch den Meeresboden, insbesondere die Wiesen der Seegrasart Posidonia und die Riffe, deren Erholung Jahrzehnte dauert.

"Die Ziele des Projekts sind der Schutz der Meereslebensräume und gefährdeter Meeresarten. Einer der größten Belastungen für solche Lebensräume ist das Ankern von Wasserfahrzeugen, insbesondere in empfindlichen Gebieten wie den Posidonia-Wiesen, die eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung der Biodiversität, der Kohlenstoffbindung und dem Küstenschutz spielen", teilte das Ministerium für Umweltschutz und grünen Wandel mit.

Geotechnische Anker statt Betonblöcke

Das Projekt sieht die Entfernung alter Betonblöcke aus dem Meeresboden und die Installation eines umweltfreundlichen Ankersystems an zehn Standorten vor. Die neuen Systeme sind so konzipiert, dass sie minimal in den Meeresboden eingreifen und die Lebensräume nicht zerstören. "Diese Systeme basieren nicht auf Betonblöcken, sondern auf einem System geotechnischer Anker", erklärten sie im Naturpark Telašćica gegenüber der Zadarski list.

Zusätzlich zu den neuen Ankerplätzen wird eine intelligente Überwachung eingeführt, um die Meeresumwelt vor Verschmutzung zu schützen. Es werden Sensoren zur Erkennung illegaler Abwassereinleitungen von Wasserfahrzeugen installiert und eine Satellitenverfolgung der Schiffe durchgeführt, um den Seeverkehr zu optimieren. Der Zustand des Meeres, die Temperatur, die Transparenz, die Qualität und die Meereslebensräume werden regelmäßig überwacht.

Schulung der Nautiker und Rückblick in die Vergangenheit

Der Naturpark Telašćica wird auch eine große Kommunikationskampagne zur Schulung der Nautiker starten. Durch ein besonderes "Eco Pledge" verpflichtet sich jeder Nautiker zu verantwortungsvollem Verhalten, und es werden auch Bildungs-Workshops für Kinder im Vorschul- und Schulalter vorbereitet. Zusätzlich wird das "historische Bild" der Belastung durch Schwermetalle im Sediment untersucht, um den Zustand vor und nach dem intensiven Nautikdruck zu vergleichen und das mögliche Auftreten pathogener Mikroorganismen zu verfolgen.

Nach der Unterzeichnung des Vertrags über die Gewährung von Zuschüssen mit dem Ministerium für Umweltschutz und grünen Wandel und der Zentralen Agentur für Finanzierung und Vertragsabwicklung (SAFU) beginnen die Feldarbeiten und die ersten Beschaffungen.

Häufige Fragen
Wie viel Geld wurde für das Projekt der ökologischen Ankerplätze in Telašćica bewilligt? +
Der Gesamtwert des Projekts beträgt 2.541.037,65 Euro, wovon 1.999.796,63 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung stammen.
An wie vielen Standorten werden die neuen Ankerplätze installiert? +
Das umweltfreundliche Ankersystem wird an 10 Standorten im Naturpark Telašćica installiert.
Wie schützen die neuen Ankerplätze den Meeresboden? +
Die neuen Systeme verwenden geotechnische Anker anstelle von Betonblöcken, was den Eingriff in den Meeresboden minimiert und empfindliche Lebensräume wie die Posidonia-Wiesen nicht zerstört.
Wann ist mit dem Beginn der Arbeiten zu rechnen? +
Die Arbeiten beginnen nach der Unterzeichnung des Vertrags mit dem Ministerium und der SAFU, was nach dem Beschluss der kroatischen Regierung vom 6. August 2026 erfolgt.

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