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Pentagon hat 'fast alle' Präzisionsraketen verbraucht

Reuters-Quellen warnen vor kritisch niedrigen Beständen an ATACMS- und PrSM-Raketen, während die Administration Berichte dementiert und Kritiker die Bereitschaft für neue Konflikte infrage stellen.

Foto: stux na Pixabay
Kurz gesagt
  • Reuters-Quellen behaupten, dass das Pentagon im Krieg mit dem Iran 'fast alle' Präzisionsraketen mit großer Reichweite ATACMS und PrSM verbraucht hat.
  • Kriegsminister Pete Hegseth weist die Berichte scharf zurück, insbesondere CNNs Behauptung über 80% verbrauchte Abfangsysteme, und bezeichnet sie als Fake News.
  • Kritiker warnen, dass erschöpfte Bestände die Fähigkeit der USA gefährden, Russland und China abzuschrecken.
  • Eine ATACMS-Rakete kostet etwa eine Million Dollar, und ihre Produktion ist teuer und langwierig.

Die amerikanischen Streitkräfte haben während des Krieges mit dem Iran und der früheren Kampagne der Operation Epic Fury "fast alle" ihrer Präzisionsraketen mit großer Reichweite verbraucht, wie Reuters aus eingeweihten Kreisen erfahren hat. Diese Nachricht, veröffentlicht am Mittwoch, dem 6. August 2026, hat eine Welle der Besorgnis über die Bereitschaft des Pentagons für potenzielle zukünftige Konflikte mit Russland und China ausgelöst.

Zwei anonyme Quellen bestätigten gegenüber Reuters, dass "Washington fast alle diese Waffen verbraucht hat", wobei sie sich hauptsächlich auf die Army Tactical Missile Systems (ATACMS) und die Precision Strike Missiles (PrSM) bezogen. Die Nachricht kommt nach einer Reihe von Medienberichten und Analysen von Think Tanks, die bereits vor sinkenden Beständen gewarnt hatten, sowohl wegen des Krieges im Nahen Osten als auch wegen der jahrelangen kontinuierlichen Militärhilfe für die Ukraine.

Eine Million Dollar pro Stück und Risiko für Piloten

Der Ersatz dieser hochentwickelten Waffensysteme ist nicht nur langwierig, sondern auch äußerst teuer. Eine einzige ATACMS-Rakete kostet etwa eine Million Dollar. Die Folgen der Knappheit könnten weitreichend sein. Im Falle einer Wiederaufnahme der intensiven Bombardierung des Iran wären die amerikanischen Streitkräfte gezwungen, riskantere Luftangriffe mit Piloten durchzuführen, anstatt sich auf präzise Schläge aus sicherer Entfernung zu verlassen.

Eine weitere bedeutende Konsequenz ist die verringerte Fähigkeit zur Abschreckung globaler Rivalen. "Da sich der Krieg hinzieht, haben drei mit der Situation vertraute Personen ihre Besorgnis geäußert, dass der Rückgang der Raketenbestände die Fähigkeit der USA einschränken könnte, Gegner, einschließlich Russland und China, abzuschrecken", berichtet Reuters. Eine vierte Quelle fügt hinzu, dass das Central Command, zuständig für die amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten, fast alle Bodenraketen verbraucht hat, die es vor dem Krieg hatte, sich aber aus anderen amerikanischen Militärbeständen weltweit versorgt.

Trump und Hegseth weisen Vorwürfe empört zurück

Die Administration von Präsident Donald Trump hat scharf auf diese Berichte reagiert. Der Präsident erklärte zu den weit verbreiteten Gerüchten über erschöpfte Bestände: "Unsere Verteidigungsunternehmen produzieren derzeit mehr Munition als je zuvor, mit einer Erweiterung ihrer Fabriken und Ausrüstung auf Rekordniveau."

Noch schärfer äußerte sich Kriegsminister Pete Hegseth. Auf der Social-Media-Plattform X kritisierte er direkt den Fernsehsender CNN, dessen Bildschirmbanner übermittelte: "Quelle: USA haben fast 80% der wichtigsten Raketenabfangsysteme im Krieg mit dem Iran verbraucht, oberste Befehlshaber warnen, dass die Bestände gefährlich niedrig sind." Hegseth konterte: "Dieses Banner ist NICHT WAHR, CNN. Schande über euch." Im Anschluss fügte er hinzu: "Wir hassen die Medien mit Fake News nicht genug."

Kritiker: 'Wie läuft der Krieg?'

Der Reuters-Bericht hat auch Spekulationen ausgelöst, dass Trumps Wochenend-Abkehr von geplanten "härteren" Angriffen auf den Iran möglicherweise teilweise durch Warnungen des Pentagons vor sinkenden Beständen und konventionellen Fähigkeiten zur Durchführung von Langstreckenraketenangriffen motiviert war. Kriegskritiker hatten von Anfang an genau vor diesem Szenario der Erschöpfung militärischer Bestände gewarnt und betont, dass der Krieg nicht im Interesse Amerikas liege, sondern in erster Linie dem Schutz Israels diene.

Der Kritiker Mark Ames fasste die Frustration in einem Tweet vom 4. August 2026 zusammen: "Uns sind die wichtigsten Verteidigungswaffensysteme ausgegangen, und jetzt haben wir auch keine wichtigen Offensivwaffen mehr. Außerdem, wie läuft der Krieg?" Die Situation wird zusätzlich durch die Tatsache erschwert, dass in den ersten Wochen der Operation Epic Fury mindestens 13 amerikanische Stützpunkte im Nahen Osten getroffen und beschädigt wurden, was zum Rückzug der Streitkräfte von den vordersten Linien und zu milliardenschweren Schäden an Energieanlagen in der Region führte.

Häufige Fragen
Welche Raketen hat das Pentagon verbraucht? +
Laut Reuters-Quellen handelt es sich um die Army Tactical Missile Systems (ATACMS) und die Precision Strike Missiles (PrSM), Präzisionsraketen mit großer Reichweite.
Was sagt die amerikanische Administration zu den Berichten über die Knappheit? +
Präsident Trump behauptet, dass Verteidigungsunternehmen mehr Munition als je zuvor produzieren, und Kriegsminister Hegseth hat den CNN-Bericht über 80% verbrauchte Abfangsysteme scharf zurückgewiesen und als Fake News bezeichnet.
Was sind die potenziellen Folgen der Raketenknappheit? +
Die USA könnten in zukünftigen Konflikten gezwungen sein, riskantere Luftangriffe mit Piloten durchzuführen, und die verringerte Abschreckungsfähigkeit könnte globale Rivalen wie Russland und China ermutigen.
Wie viele amerikanische Stützpunkte wurden zu Beginn des Krieges mit dem Iran getroffen? +
In den ersten Kriegswochen wurden mindestens 13 amerikanische Stützpunkte in der Region des Nahen Ostens getroffen und beschädigt.

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