Kroatien hat heute in Knin feierlich den Tag des Sieges und der Heimatdankbarkeit, den Tag der kroatischen Verteidiger und den 31. Jahrestag der militärisch-polizeilichen Operation Sturm begangen. Die zentrale Veranstaltung war die Rede von Regierungschef Andrej Plenković, der von der Bühne aus eine Reihe von Botschaften übermittelte, von Dank an die Veteranen bis hin zu einer entschlossenen Haltung zur Sicherheit des Staates.
Plenković: 'Wir werden nicht aufhören, bis wir das Schicksal der 1725 Vermissten aufgeklärt haben'
Premierminister Plenković wandte sich an die Anwesenden und betonte, dass der Sturm die Krönung aller Siege im Heimatkrieg war und ein Ereignis, das den Verlauf des modernen Kroatiens verändert hat. Ein besonders emotionaler Moment war seine Botschaft über diejenigen, deren Schicksal noch unbekannt ist. "Wir suchen noch nach 1725 Vermissten und werden nicht aufhören, bis ihr Schicksal aufgeklärt ist", sagte Plenković, wie Dalmacija News berichtet.
Er ging auch auf aktuelle Sicherheitsherausforderungen ein und betonte die Investitionen in die kroatische Armee und die Entschlossenheit des Staates, sich zu verteidigen. "Wir haben keine Angst", sagte Plenković an diejenigen gerichtet, die, wie er sagte, Kroatien angreifen würden, so Dnevno.hr.
Grmoja: Wir feiern noch stärker, Botschaften aus Serbien interessieren mich nicht
An der Feier in Knin nahm auch der Vorsitzende der Most-Partei, Nikola Grmoja, teil. Er betonte, dass Kroatien niemals das Opfer der Verteidiger vergessen dürfe, die die Freiheit und territoriale Integrität erkämpft haben. Mit Blick auf die Reaktionen aus Serbien war er deutlich. "Kroatien wird den Sturm noch stärker feiern, Botschaften aus Serbien interessieren mich nicht", erklärte Grmoja, wie Hrvatska uživo berichtet.
Kränze und Messe für gefallene Verteidiger
Vor der zentralen Zeremonie legten Plenković und Mitglieder der Regierung einen Kranz nieder und zündeten eine Kerze am Denkmal des kroatischen Sieges "Sturm 95" an. "Mit besonderer Dankbarkeit und tiefem Respekt erinnern wir uns an diejenigen, die ihr Leben für Freiheit und Unabhängigkeit gegeben haben", heißt es in einer Veröffentlichung der kroatischen Regierung auf der Plattform X.
Das Programm begann mit einer heiligen Messe für gefallene, verstorbene und vermisste kroatische Verteidiger im Heimatkrieg. Sie wurde in der Kirche Unserer Lieben Frau des Großen Kroatischen Taufgelübdes in Knin gefeiert und von Militärordinarius Monsignore Jure Bogdan zelebriert.