Polizeibeamte führten vom 27. Juli bis 3. August 2026 eine verstärkte Überwachung der Schifffahrtssicherheit in der Gespanschaft Split-Dalmatien durch. Die Ergebnisse der Aktion zeigen ein besorgniserregendes Bild der Missachtung von Vorschriften auf See, mit insgesamt 67 geahndeten Verstößen.
Die meisten Strafen für unerlaubtes Gleiten
Ganze 24 Personen wurden wegen unerlaubten Gleitens bestraft, was der häufigste Verstoß in dieser Aktion ist. Es wurden auch neun Vorfälle von Ankern an verbotenen Orten registriert, sowie zwei Fälle, in denen Wasserfahrzeuge an Vegetation festgemacht waren. Wegen Überladung von Wasserfahrzeugen wurden vier Personen sanktioniert, und acht hatten keine Versicherungspolice bei sich.
Darüber hinaus hatten vier Bootsführer keine Befähigungsbescheinigung zum Führen von Booten, und in drei Situationen wurden Fahrzeuge von Personen ohne gültige Lizenz geführt. Zwei Personen erhielten Strafen, weil sie Wasserfahrzeuge an Personen vermietet oder überlassen hatten, die nicht über die entsprechende Genehmigung verfügten.
Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf Hvar
Ein besonders gefährlicher Fall wurde am Samstag, dem 1. August 2026, gegen 23:40 Uhr im Gewässer von Vrboska auf der Insel Hvar registriert. Polizisten bemerkten auf dem Radar ein Wasserfahrzeug, das ohne eingeschaltete Navigationslichter raste, und forderten es anschließend mit Licht- und Tonsignalen zum Anhalten auf.
Es wurde festgestellt, dass das Wasserfahrzeug von einem 20-jährigen kroatischen Staatsbürger geführt wurde. Der Alkoholtest ergab eine Konzentration von 1,41 Promille, und ein vorläufiger Test zeigte auch das Vorhandensein von Marihuana im Körper. Die Polizisten beschlagnahmten außerdem Kokain. Wegen des Verdachts auf zwei Verstöße gegen das Seegesetzbuch und einen Verstoß gegen das Gesetz zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs erhielt er ein siebentägiges Fahrverbot für Wasserfahrzeuge und blieb auf der Polizeiwache, bis die Wirkung der Rauschmittel nachgelassen hatte.
Gestohlene Motorboote aus Schweden gefunden
In einer separaten Aktion fand die Polizei von Šibenik am 30. Juli 2026 im Gebiet von Šibenik zwei teure Motorboote, die 2023 und 2025 in Schweden gestohlen worden waren. Der Gesamtwert der Wasserfahrzeuge wird auf etwa 220.000 Euro geschätzt, und die Überprüfung ergab, dass die Kennzeichen an beiden Booten gefälscht waren.
An der Operation waren Polizisten aus den Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien sowie aus der Polizeidirektion beteiligt. Die Polizeidirektion betonte, dass die Beamten das Wissen, das ihnen bei der Auffindung der Wasserfahrzeuge half, in einem internationalen Kurs über Bootsdiebstähle erworben hatten, der im Mai 2026 in Split stattfand. Der Kurs, der seit 2020 durchgeführt wird, wird von FRONTEX organisiert, und die Polizeidirektion war Gastgeber.
Internationale Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
An der dreitägigen Schulung nahmen Polizeibeamte aus mehreren EU-Ländern teil, während Kroatien durch Angehörige der Polizei, des Zolls und der Hafenbehörde vertreten war. Das Wissen wurde von spezialisierten deutschen Polizeibeamten für Bootsdiebstähle und FRONTEX-Dozenten vermittelt.
"Die wichtigste Botschaft der Schulung hat sich bei der Auffindung der beiden Motorboote als richtig erwiesen, nämlich die kontinuierliche internationale Zusammenarbeit. Nicht nur das Wissen, sondern auch die während der Schulung geknüpften Kontakte haben wesentlich zur Aufklärung des Falls in Šibenik beigetragen, sicherlich der erste in einer Reihe", teilte die Polizeidirektion mit.