Die Polizeidirektionen in ganz Kroatien haben die Überwachung von Fahrern elektrischer Tretroller verstärkt, und die Ergebnisse der Aktionen in Garešnica und Imotski offenbaren einen besorgniserregenden Zustand auf den Straßen. Von Minderjährigen, die auf einer Staatsstraße rasen, bis hin zu Fahrern, deren Fahrzeuge leistungsmäßig in die Kategorie der Motorräder fallen, ist die Liste der Verstöße lang, und die Strafen werden fällig.
Minderjährige auf einer Straße mit 90 km/h Tempolimit
Polizeibeamte der Polizeistation Garešnica trafen während verstärkter Aktivitäten, die auf persönliche Transportmittel ausgerichtet waren, zwei Minderjährige im Alter von 14 und 15 Jahren an, die mit elektrischen Tretrollern auf der Staatsstraße zwischen Veliki Pašijan und Garešnica unterwegs waren. Es handelt sich um einen Abschnitt außerhalb geschlossener Ortschaften, auf dem die zulässige Höchstgeschwindigkeit 90 km/h beträgt und persönliche Transportmittel nichts zu suchen haben.
Wegen eines groben Verstoßes gegen das Gesetz über die Sicherheit des Straßenverkehrs hat die Polizei beiden Minderjährigen die elektrischen Tretroller vorübergehend beschlagnahmt. Gegen sie werden Strafanträge beim zuständigen Gericht eingereicht.
Ähnliches Bild in Imotski: Eltern zur Abholung der Kinder gerufen
Nur wenige Tage zuvor, am 29. Juli 2026, wurde ein ähnlicher Fall in Imotski registriert. Beamte der Grenzpolizeistation Imotski stoppten gegen 20:50 Uhr in der Ulica Bruna Bušića einen elektrischen Tretroller, auf dem zwei Minderjährige fuhren. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass die Dauerleistung des Elektromotors des Rollers die gesetzlich zulässigen 0,6 kW (600 W) überschreitet und das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von mehr als 25 km/h erreichen kann, wodurch es nicht in die Kategorie der persönlichen Transportmittel fällt.
Die Polizei informierte die Eltern über den Vorfall, und der Roller wurde beschlagnahmt.
"Die Eltern wurden gerufen. Der elektrische Tretroller wurde beschlagnahmt, und die Minderjährigen werden beim zuständigen Gericht angezeigt,"
teilten sie von der Grenzpolizeistation Imotski mit.
Vom "Roller" mit 2 kW bis zur Überquerung des Zebrastreifens
Die Aktion in Garešnica deckte auch andere gefährliche Praktiken auf. Ein 40-jähriger Mann wurde gestoppt, dessen elektrischer Tretroller eine Motorleistung von satten 2 kW hatte. Ein solches Fahrzeug gilt wegen der Leistung, die das maximal zulässige Limit von 0,6 kW um ein Vielfaches überschreitet, gesetzlich überhaupt nicht als persönliches Transportmittel und ist in keine Fahrzeugkategorie eingeordnet. Daher ist ihm die Teilnahme am Straßenverkehr nicht gestattet, und gegen den Fahrer wurde eine Ordnungswidrigkeitsmaßnahme ergriffen.
Die Polizei registrierte auch einen 44-jährigen Mann, der mit dem Roller über einen markierten Fußgängerüberweg fuhr und dabei keinen Schutzhelm trug. Wegen des Verstoßes wurde ihm ein Bußgeldbescheid ausgestellt, und sein Roller wurde vorübergehend beschlagnahmt.
Rekordhalter mit fünf Verstößen und 400 Euro Strafe
Die meisten Verstöße an einem Ort sammelte ein 18-jähriger Fahrer. Er fuhr mit dem Roller auf der Staatsstraße statt auf dem Gehweg, überquerte den Fußgängerüberweg fahrend, trug während der Nachtfahrt keine Warnweste, nahm an der Kreuzung keine korrekte Position auf der Fahrspur ein und hatte außerdem keinen Personalausweis bei sich. Für fünf festgestellte Verstöße wurde ihm eine Gesamtgeldstrafe von 400 Euro auferlegt, und sein elektrischer Tretroller wurde vorübergehend beschlagnahmt.
Appell an die Eltern: Überprüfen Sie, was Ihre Kinder fahren
Die Polizei richtete eine ernste Warnung an die Eltern und forderte sie auf, ihre Kinder über die Verkehrsregeln zu unterweisen, bevor sie ihnen das Fahren mit dem Roller erlauben. Besonderes Augenmerk wurde auf die technischen Eigenschaften der Fahrzeuge gelegt.
"Das Fahren nicht klassifizierter Fahrzeuge, insbesondere mit Personenbeförderung, stellt ein ernstes Risiko für die Sicherheit von Kindern, Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern dar,"
so die Botschaft der Grenzpolizeistation Imotski.
Die Polizei kündigt die Fortsetzung der verstärkten Aktivitäten an und betont, dass das Hauptziel nicht die Bestrafung ist, sondern die Verhinderung von Verkehrsunfällen und der Schutz des Lebens aller Verkehrsteilnehmer.