Während der Sommertourismus-Saison warnt die Verkehrspolizei Dubrovnik vor immer häufigeren gefährlichen Situationen, die durch das blinde Vertrauen der Fahrer in GPS-Navigationsgeräte entstehen. Gleichzeitig kündigt die Polizeidirektion Vukovar-Srijem verstärkte Geschwindigkeitskontrollen auf allen Straßen der Gespanschaft im Rahmen einer internationalen Aktion an, die am 3. August 2026 beginnt.
Navigation als Hilfe, nicht als Ersatz für Verkehrszeichen
Denis Pavela, leitender Polizeibeamter für Verkehrsprävention der Verkehrspolizeistation Dubrovnik, betont gegenüber JUGInfo.hr, dass Navigationssysteme ein nützliches Werkzeug, aber auch eine potenzielle Gefahr darstellen, wenn man ihnen mehr vertraut als der Verkehrsbeschilderung auf der Straße. "GPS erleichtert den Fahrern die Reise erheblich, da es sie zum gewünschten Ziel führt, das Umherirren reduziert und zur Verkehrsflussverbesserung beiträgt. Wenn die Leute wissen, wohin sie fahren, gibt es weniger unnötige Stopps und Verkehrsstaus", sagte Pavela gegenüber JUGInfo.hr.
Das Problem entsteht jedoch, wenn sich die Verkehrsregelung vor Ort ändert und die Navigationskarten nicht aktualisiert werden. "Es kommt vor, dass das GPS den Fahrer in eine Einbahnstraße oder zu einer Verkehrsführung leitet, die es nicht mehr gibt. Solche Situationen sind keine Seltenheit und können zu ernsthaft gefährlichen Momenten für alle Verkehrsteilnehmer führen", warnt Pavela.
Kritische Punkte und Appell an die Fahrer
Eine der Stellen, an denen Fehler häufig registriert werden, ist die Kreuzung beim Gesundheitszentrum in Dubrovnik. Laut Pavela versuchen Fahrer, die sich auf alte Navigationsanweisungen verlassen, eine Verkehrsrichtung zu nutzen, die früher erlaubt war, heute aber nicht mehr. "Die Verkehrsregelung ändert sich, und die Navigationskarten hinken manchmal hinterher. Genau deshalb können Fahrer in eine Situation geraten, in der sie ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährden", erklärte er.
Die Polizei betont, dass die endgültige Entscheidung immer auf den Verkehrszeichen basieren muss. "Fahrer sollten GPS als Hilfe zur Orientierung nutzen, aber die endgültige Entscheidung müssen sie immer auf der Grundlage der Verkehrszeichen treffen. Die Beschilderung vor Ort ist allein maßgeblich, da sie den tatsächlichen Verkehrszustand widerspiegelt", schließt Pavela.
Verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in der Gespanschaft Vukovar-Srijem
Während im Süden Kroatiens der Kampf gegen Navigationsfehler geführt wird, liegt der Fokus im Osten des Landes auf der Geschwindigkeit. Laut einem Bericht von Press032 haben feste Geschwindigkeitsüberwachungskameras im Bereich der Polizeidirektion Vukovar-Srijem allein am gestrigen Tag, dem 30. Juli 2026, 53 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Am selben Tag wurde in diesem Gebiet kein Verkehrsunfall verzeichnet.
Die Polizeidirektion Vukovar-Srijem hat angekündigt, in der Woche vom 3. bis 9. August 2026 auf allen Straßen der Gespanschaft eine präventiv-repressive Aktion zur verstärkten Überwachung der Fahrzeuggeschwindigkeit im Netzwerk der europäischen Verkehrspolizei durchzuführen. Alle verfügbaren Geschwindigkeitsmessgeräte werden eingesetzt, einschließlich der Standorte, die von Bürgern im vorangegangenen Zeitraum gemeldet wurden.
Aktion in ganz Europa und Ergebnisse in Serbien
Wie Kurir.rs berichtet, handelt es sich um eine internationale Aktion zur verstärkten Verkehrskontrolle, die sich auf die Aufdeckung von Verstößen gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen konzentriert und vom 3. bis 9. August in 34 europäischen Ländern, die Mitglieder der Organisation ROADPOL, dem Netzwerk der europäischen Verkehrspolizeien, sind, durchgeführt wird. Diese Aktion folgt auf die VIII. zentrale Aktion zur verstärkten Verkehrskontrolle in Serbien, die vom 31. Juli bis 2. August 2026 dauerte und bei der bereits am ersten Tag fast 5.880 Verstöße festgestellt wurden. Von dieser Zahl wurden 3.544 Fahrer wegen Geschwindigkeitsüberschreitung sanktioniert, 519 wegen Nichtbenutzung des Sicherheitsgurts und 176 wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss. Wegen Fahrens mit mehr als 1,20 Promille Alkohol im Blut wurden 32 Personen in offiziellen Räumlichkeiten festgehalten.