Erdbeben der Stärke bis 4,5 erschüttert die Toskana
Epizentrum im Gebiet zwischen Pisa, Lucca und Massa Carrara, bisher keine Schäden gemeldet.
Epizentrum im Gebiet zwischen Pisa, Lucca und Massa Carrara, bisher keine Schäden gemeldet.
Der zentrale Teil Italiens wurde am Dienstag, dem 4. August 2026, von einem starken Erdbeben erschüttert, das in der gesamten Toskana zu spüren war. Das Beben wurde um 10:15 Uhr Ortszeit registriert, und nach ersten Informationen gibt es bisher keine Berichte über Verletzte oder größere Sachschäden.
Die seismologischen Daten zur Stärke des Bebens unterscheiden sich derzeit. Das Euromediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) gab an, dass die Magnitude 4,3 nach Richter betrug, während Večernji list eine Magnitude von 4,5 angibt.
Ähnliche Abweichungen gibt es auch bei der genauen Lage des Epizentrums. Nach Angaben des EMSC lag das Epizentrum etwa 18 Kilometer nordwestlich von Livorno und neun Kilometer südwestlich von Pisa in einer Tiefe von neun Kilometern. Andererseits berichtet die italienische Agentur ANSA, dass die Feuerwehr in Pisa bestätigt habe, dass das Epizentrum im Gebiet von Lucca lag. Das Beben war im gesamten nördlichen Teil der Toskana zu spüren, einschließlich der Provinzen Lucca, Pisa und Massa Carrara.
Der Gouverneur der Toskana, Eugenio Giani, äußerte sich über soziale Medien und bestätigte, dass Überprüfungen eingeleitet wurden.
"Verifiche in corso con il sistema regionale", schrieb Giani, was auf Deutsch "Überprüfungen laufen mit dem regionalen System" bedeutet.
ANSA berichtet außerdem, dass Dutzende Menschen im Zentrum von Pisa aus öffentlichen Gebäuden auf die Straßen strömten. Die örtliche Feuerwehr erhielt zahlreiche Anrufe von Bürgern, aber bisher gibt es keine Schadensmeldungen.
Aufgrund des relativ flachen Epizentrums von nur neun Kilometern Tiefe war das Beben in einem weiten Gebiet zu spüren. Italien liegt in einer äußerst aktiven seismischen Zone an der Grenze zwischen der Afrikanischen und der Eurasischen tektonischen Platte und ist eines der europäischen Länder, die am häufigsten Erdbeben unterschiedlicher Stärke verzeichnen.