Die Fußballerinnen von Hajduk schrieben in Radenci Geschichte. Am Samstag, dem 8. August 2026, besiegten sie das slowenische Team Mura mit 2:0 und feierten damit ihren ersten Sieg in einem europäischen Wettbewerb. Dieser Triumph im Spiel um Platz drei des Mini-Qualifikationsturniers der Champions League brachte ihnen die Fortsetzung ihrer europäischen Geschichte durch die 1. Qualifikationsrunde des Europapokals.
Nach der Niederlage im Halbfinale gegen Austria Wien musste sich das Team von Trainer Damir Matulović schnell neu formieren. Gegen Mura traten sie entschlossener auf und übernahmen von der ersten Minute an die Kontrolle. Bereits in der 16. Minute hatte Luana Vanjak die erste große Chance, doch ihr Schuss aus etwa elf Metern ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch Lana Kukavica drohte mit einem Schuss von der Strafraumkante, der über die Latte ging.
Trotz vollständiger Dominanz und mehrerer aussichtsreicher Gelegenheiten blieb das Tor von Mura in der ersten Halbzeit unberührt. Die Splitterinnen gaben das Tempo vor, hielten die Sloweninnen fern vom eigenen Tor und gingen mit 0:0 in die Pause, obwohl das Spiel mehr versprach.
Živković und Bakalar durchbrechen die Abwehr von Mura
Die zweite Halbzeit bot ein ähnliches Bild. Der Druck von Hajduk zahlte sich schließlich in der 60. Minute aus. Die gut aufgelegte Luana Vanjak durchbrach die linke Seite und fand mit einer Rückgabe Barbara Živković, die mit einem präzisen Schuss aus elf Metern das Netz zum Führungstreffer und großen Jubel traf.
Nach dem Gegentor versuchten die Spielerinnen von Mura, den Druck zu erhöhen, aber die Abwehr von Hajduk, angeführt von Torhüterin Kalac sowie den Spielerinnen Bukač, Pedić und anderen, war ihrer Aufgabe gewachsen. Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. In der 88. Minute übernahm Kapitänin Ana Bakalar Verantwortung und verwandelte einen Elfmeter souverän zum 2:0-Endstand.
Statistik bestätigt die Dominanz
Die Daten des Spiels zeigen deutlich das Kräfteverhältnis auf dem Platz. Die Hajduk-Frauen hatten 66 Prozent Ballbesitz und gaben insgesamt 20 Schüsse auf das gegnerische Tor ab, von denen 13 auf das Tor gingen. Trainer Matulović nahm in der zweiten Halbzeit mehrere Wechsel vor: Prskalo ersetzte in der 57. Minute Brnić, eine Minute später kam Bagarić für Vanjak, und in der 56. Minute wurde Kalaš für Vlastelica eingewechselt. In der 80. Minute folgten zwei weitere Wechsel, Herceg für Dulčić und Marković für Živković.
Mit diesem historischen Sieg sicherten sich die Hajduk-Frauen die Fortsetzung des europäischen Wettbewerbs und bewiesen, dass der kroatische Frauenfußball eine durchaus vielversprechende Zukunft hat.